Das neue Glücksspielgesetz sorgt für Aufregung, vor allem bei den Betreibern von Spielhallen. In Düsseldorf können die Betreiber sich auf eine Schonfrist freuen, denn hier soll die Gesetzgebung erst zum 1. Dezember 2017 umgesetzt werden. Was eigentlich geplant war? Bereits ab dem 1. Juli 2017 sollten die neuen, strengeren Regeln gelten. Was das bedeutet hätte? Vielen Spielhallen der Region hätte bereits jetzt die Schließung gedroht.

Fakten rund um das neue Glücksspielgesetz:

  • das nordrhein-westfälische Innenministerium hat die Umsetzung des neuen Glücksspielgesetzes verschoben
  • vorgesehen war die Umsetzung für den 1. Juli 2017
  • nun sollen die Regelungen erst ab dem 1. Dezember 2017 umgesetzt werden
  • inhaltlich ist unter anderem ein Mindestabstand von 350 Metern zwischen den Automaten-Spielhallen, zu Schulen und Jugendtreffs vorgesehen
  • vielen Hallen droht Schließung

Spezialfall Nordrhein-Westphalen

Seit Juli 2012 ist der geänderte Glücksspielstaatsvertrag bundesweit in Kraft. Den Betreibern und Kommunen wurde eine Übergangsfrist von fünf Jahren gewährt, die nun am 30. Juni 2017 auslaufen sollte. Das nordrhein-westfälische Innenministerium entschied nun, dass die Übergangsfrist verlängert werden sollte. Das Gesetz soll dann zum 1. Dezember 2017 in Kraft treten. Unabhängig von der Fristverlängerung sind viele Spielhallen dennoch unsicher, denn durch das neue Gesetz sind 60 bis 80 Prozent der Spielhallen von der Schließung bedroht.