Lottospieler gehören meist zum älteren Publikum, die das gemächliche Spiel gespannt verfolgen. Suchtexperten sind der Meinung, dass dies nicht bedenklich ist und dass Lotto kein hohes Suchtpotential mit sich bringe.

Allerdings ringen bei den Suchtexperten nun doch die Alarmglocken, denn es wurde angekündigt, dass der Eurojackpot nach Europa komme, von dem wiederum ein hohes Suchtpotential ausgehen soll.

Während angenommen wird, dass Lotto kaum süchtig machen kann, weil zu wenig Action beim Lottospielen vorhanden und das Spiel damit zu langsam ist, gelten beim Eurojackpot andere Regeln, die sich hypnotisierend auf die Spieler auswirken können. Unter anderem wird mit einem wöchentlichen Jackpot in Höhe von 10 Millionen Euro und einen super Jackpot von maximal 90 Millionen Euro geworben.

Die neue Lottovariante soll landesübergreifend angeboten werden und eine Alternative zum gewöhnlichen Lottospiel darstellen. Diese Alternative soll voraussichtlich ab März in neun verschiedenen Ländern Europas zur Verfügung stehen.

Bei dem Euro Jackpot wird schon vorab mit einem wöchentlichen Hauptgewinn in Höhe von 10 Millionen Euro geworben. Der Hauptjackpot hingegen soll sogar eine Summe von 90Millionen Euro betragen. Ein Vielfaches von den meisten Lotto Jackpots. Beim Eurojackpot sollen pro Feld fünf von fünfzig Zahlen angekreuzt werden. In einem zusätzlichen Bereich dann noch einmal zwei zusätzliche Zahlen aus insgesamt acht.

Bei übereinstimmung aller sieben Zahlen hat der Spieler gute Chancen auf den Hauptgewinn. Pro Spiel zahlen die Spieler 2 Euro. Bei dem Eurojackpot sollen auch mehrere Kleingewinne verlost werden, da es im Vergleich zum Lotto mehr Möglichkeiten gibt. Wie beim Lotto ist eine öffentliche Ziehung der Gewinnzahlen im Fernsehen geplant. Angesetzt ist einmal die Woche freitags.

Der neue Eurojackpot hat jedoch bereits seit 2010 einen starken Gegner, den Fachbeirat Glücksspiel. Dieser muss seine Stimme abgeben und die Einführung eines neuen Glücksspiels in Deutschland befürworten. Bei Betrachtung des Eurojackpots haben mathematische Statistiken ergeben, dass der Eurojackpot im Vergleich zum Lotto ein weit höheres Suchtrisiko für die Spieler darstellt.

Auch wenn andere Glücksspielvarianten, wie zum Beispiel Sportwetten und Automatenspiele ein noch höheres Suchtpotential aufweisen, relativiert dies nicht die Suchtgefahr, die vom Eurojackpot ausgeht. Das Glücksspiel würde auf viele Personen einen großen Anreiz ausüben und auch Spieler, die sich vorher nie für Lotto interessierten, würden mit dem Eurojackpot den ersten Schritt in die Falle der Spielsucht wagen.

Die höhere Spielsuchtgefahr lässt sich laut Suchtexperten auch durch die Denkweise der potentiell Spielsüchtigen erklären. Man kann das Suchtverhalten schon beim Lotto genau beobachten, denn besonders hohe Jackpots haben auf viele Menschen einen besonderen Anreiz. Wenn nun über den Eurojackpot ein dauerhaft hoher Gewinn angeboten wird, würde dies wiederum die Spieler dazu verleiten immer häufiger zu spielen, was bei den meisten zur Sucht führt. Lotto an sich ist weniger beliebt als zum Beispiel das Automatenspiel, weil bei diesem der Gewinn direkt nach dem Einsatz folgt, wenn gewonnen wird. Beim Lotto hingegen, müssen die Spieler auf die wöchentliche Ziehung warten.

Den größten Anreiz beim Eurojackpot bietet der ausgeschriebene Gewinn, der sehr hoch ist. Die Menschen machen sich Hoffnungen darauf und geraten so in die Abhängigkeit. Die Gewinnwahrscheinlichkeit beim Jackpot ist zwar höher, jedoch liegt diese immer noch bei 1: 60 Millionen.

Gerade Personen, die sich in einem finanziellen Engpass befinden, könnten dennoch ihr letztes Geld für einen so hohen Jackpot hinaus werfen und am Ende doch nach Hause gehen. Und für eben diese Personen stellt der Eurojackpot eine besonders große Suchtgefahr da, da die Versuchung sehr groß ist.