Die Bande nutzte hochmoderne Geräte, um so bei illegalen Pokerrunden einen Vorteil zu erhalten. Die Augsburger Kripo ließ die Gruppe auffliegen und nun muss sich der "Technik-Chef" vor Gericht verantworten.

Die Falschspieler spielten in ganz Deutschland bei illegalen Pokerrunden mit einem ausgeklügelten System. Die Spielkarten waren gezinkt und so konnte sich die Bande bei den illegalen Pokerrunden einen Vorteil verschaffen. Die Karten waren mit nicht sichtbaren Magnetstreifen präpariert, die durch ein Mini-Lesegerät abgelesen wurden, wodurch die Spieler der Bande wiederum wussten, welche Karten der Gegenspieler in der Hand hatte.

Die Falschspieler bekamen diese Informationen über einen winzigen Empfänger am Ohr zugesendet, sodass das Spiel meist für die Falschspieler-Bande entschieden konnte. Mit dieser technischen Ausrüstung schafften de Falschspieler es sich riesige Gewinne zu ergaunern. Verantworten muss sich nun der "Technik-Chef" vor Gericht, denn dieser sei für die Bereitstellung der Gerätschaften zum Falschspiel verantwortlich gewesen.

Gefängnis- und Bewährungsstrafen für Täter

Neusten Meldungen zu Folge soll auch der Poker-Profi Kadir Karabulut (42), der seit März 2013 verschwunden ist, mitgemischt haben. Neben dem Trick mit den gezinkten Karten soll die Bande bei Turnieren in Casinos mit Hilfe von als Fotografen oder Journalisten getarnte Komplizen betrogen haben. Diese sollen bei diesen Turnieren mittels Handzeichen das Blatt der Gegenspieler verraten haben, wodurch die Falschspieler sich einen Vorteil beim Pokern verschaffen konnten.

Einer der Falschspieler musste sich bereits vor Gericht verantworten und erhielt eine Haftstrafe wegen Betruges von drei Jahren und fünf Monaten. Die Kripo kam der Bande durch Mithilfe des Technik-Chefs auf die Spur, der sich nun vor Gericht verantworten musste. Durch die Mithilfe bei der Aufklärung erhielt der Täter lediglich eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Die anderen Mitglieder der Bande werden sich in naher Zukunft noch vor Gericht verantworten müssen, denn die Verhandlungen stehen noch aus.

(Bildquelle: cardplayer)