In der bereits ausgestrahlten Werbung sind unter Anderem Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Finanzchef Karl Hopfner, Arjen Robben, Thomas Müller, Mario Gomez, Holger Badstuber, Toni Kroos und Manuel Neuer.

Spieltisch und Pokerface gehören selbstverständlich zu den Werbespots dazu, in denen für die grüßte Sportwettenarena der Welt Werbung gemacht wird. Im Kleingedruckten bekommen die Zuschauer auch kurze Infos zum Suchtrisiko, Mindestalter für Teilnehmer und Beratungsstellen für Spielsüchtige zu lesen.

Spielsuchtexperten warnen allerdings vor Werbung dieser Art. Die Werbung ist wohl gelungen, so Gerhard Meyer, der Experte für Spielsucht an der Universität Bremen, doch gleichzeitig suggeriert sie den Zuschauern, dass das Wetten als Spiel betrachtet werden kann, ähnlich wie das Fußballspiel.

Die Spielsucht wird laut Meinung verschiedener Suchtexperten extrem unterschätzt und teilweise sogar nicht richtig anerkannt. Aus dem Fußball ist erst im letzten Jahr ein Spieler, nämlich Ren? Schnitzler, mit seinem Buch an die öffentlichkeit gegangen und gab den Lesern Einblick in sein Leben als Spieler.

Das Suchtpotential bei Online Sportwetten wird von Experten als sehr hoch eingestuft. Das Wettangebot im Internet ist riesig und die Verlockung für die Kunden offensichtlich groß. Zum Thema Sportwetten im Internet wurden schon viele Studien gemacht und veröffentlicht. Unter anderem stellte sich im Zuge dieser Studien heraus, dass Fußballfans zwar bessere Sportwetten als Laien setzen, sich jedoch meist überschätzen, weil sie trotz ihres Wissens dennoch sehr oft eine Menge Geld verlieren.

Das Spielen im Internet unterliegt laut Experten zu wenigen Kontrollen und auch für Spielsüchtige gibt es kaum Schutz. Meyer erklärt das am Beispiel eines 21 jährigen Jungen, der sich sperren ließ und sich es dann einige Tage später anders überlegte. Er eröffnete bei Bwin einfach ein neues Konto unter dem gleichen Namen, aber mit anderer E-Mailadresse und verspielte einen Geldbetrag im fünfstelligen Bereich. Dieses Beispiel zeigt laut Meyer eindeutig auf, dass es den Spielern zu leicht gemacht werde und wenig Grenzen und Kontrollen vorhanden sind.

Die Werbung der Fußballspieler wird von vielen Seiten kritisch gesehen. Experten raten davon ab, als Fußballstar für Glücksspiel Werbung zu machen, da man in seiner Rolle als Star für viele Jugendliche und auch Kinder als Vorbild und Idol fungiert und die Spieler somit eventuell auf eine falsche Fährte lockt.

Darüber hinaus ist Fernsehwerbung für Glücksspiel laut Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland weiterhin illegal. Was die gedrehte Werbung also für Folgen haben wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.