Nach Angaben der Zuständigen sei dies jedoch kein Anzeichen dafür, dass weitere Entlassungen folgen müssen. Gerüchte machen sich breit, dass die Initiatoren sich mit dem ambitionierten Projekt übernommen haben könnten. Ebenfalls besagen die Gerüchte, dass sich Zappos-CEO und Projektbegründer Tony Hsieh aus dem Projekt zurückziehen wird. Die Beschäftigen befürchten weitere Entlassungen. Nach Angaben der Medien würde das Projekt zu viel Geld kosten und entsprechende Großinvestoren hätten sich noch nicht gemeldet.

Dass durch die Entlassungen beim Downtown Projekt in Las Vegas ängste geschürt wurden und Gerüchte entstehen war zu erwarten, nach der Stellungnahme von Seiten Kim Schaefers, der Sprecherin für das Downtown Projekt und Hsieh würde jedoch kein Grund zur Sorge bestehen. Es seien zwar 30 Positionen gestrichen worden, allerdings dürfe man nicht vergessen, dass durch das Projekt insgesamt 800 Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Hsieh wiederlegte zudem die Gerüchte um seinen Ausstieg und machte deutlich, dass er weiterhin als Investor, Berater und Stratege in diesem Projekt auftreten werde und dass er auch im Vorfeld nicht als CEO des Downtown Projects fungierte. Auch in Zukunft werde der Unternehmer an Grundsatzentscheidungen beteiligt sein, so hieß es in einem Interview.

Wirtschaftliches Denken im Vordergrund

Schon im Vorfeld sorgte das Projekt zur Revitalisierung des alten Stadtkerns für Kritik und Diskussionen. Kunst und Kultur sollte vor Ort gefördert werden, doch schnell wich dieser Plan dem wirtschaftlichen Denken. Gerüchten zu Folge seien nun einige Kunst- und Kulturprojekte eingestampft worden, was die 30 Kündigungen zur Folge hatte. Auch in Zukunft darf nach Angaben der Zuständigen die Rentabilität nicht aus dem Auge gelassen werden.

Der Community-Gedanke scheint bei dem Großprojekt mehr und mehr in den Hintergrund gerückt worden zu sein. Bis zum Jahr 2016 soll mit dem Downtown Project Las Vegas wirtschaftliche Nachhaltigkeit erreicht werden, um das Projekt für die Zukunft zu stabilisieren. Dass hierzu Kursänderungen und Umstrukturierungen notwendig seien, sei aus unternehmerischer Sicht ganz natürlich, so Hsieh in einem Interview.