Die Spielsucht ist vor allem in Verbindung mit Spielhallen ein brisantes du viel diskutiertes Thema. Besonders von den blinkenden Spielautomaten geht eine hohe Suchtgefahr aus. Diese Suchtgefahr soll natürlich minimiert werden, um so die Spielsucht einzudämmen oder sogar verhindern zu können. Hierzu gibt es entsprechende Regelungen und Konzepte, wie beispielsweise das Bremer Spielhallengesetz.

In der Theorie sieht dieses vor, dass die Mitarbeiter in den Spielhallen so gut geschult sind, dass diese potentiell suchgefährdendes Spielverhalten bei den Kunden erkennen und diese entsprechend ansprechen können. In der Praxis klappt dies jedoch oftmals nicht. Wieso das so ist? Zum einen sind es vielleicht fehlende Kompetenzen bei den Angestellten und zum anderen aber auch Zeitmanagement Probleme, denn können einzelne Mitarbeiter jederzeit tatsächlich alle Zocker im Blick behalten?

Spielsucht in Zahlen:

  • 215.000 pathologische Spieler gibt es laut einer Bundesstudie in Deutschland
  • 241.000 Spieler, die als „problematisch“ eingestuft werden
  • Bremer Anteil hieran beträgt 1100 bis 3100 (pathologische) Spieler
  • sowie 1600 bis 3000 (problematische) Spieler

Spielkonzession nur unter bestimmten Voraussetzungen

Nicht nur die Zahlen, sondern auch die täglichen Begegnungen in eben solchen Spielhallen, geben in Bremen Anlass dazu, noch einmal auf die Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit dem Bremer Spielhallengesetz zu verweisen. Es ist besonders wichtig, dass die Betreiber von Spielhallen dafür Sorge tragen, dass die Mitarbeiter in den Spielhallen entsprechend geschult werden und über die benötigte Sozialkompetenz verfügen. Dies gilt als absolutes Muss, denn wenn das Personal in den Spielhallen nicht in der Lage ist, gefährdete oder gar süchtige Spieler zu erkennen, stellt dies eine große Gefahr für viele einzelne dar. Nur wer geschultes Personal hat und entsprechende Schulungen regelmäßig anbietet, der erhält als Betreiber eine Spielkonzession.

Aktuelle Präventionssituation

Suchtprävention ist ein wichtiges Thema, so sollte auch das Personal in den Spielhallen dafür sorgen, dass die Spieler entsprechende Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt bekommen und dass Spieler sich initiativ sperren lassen können. Tests zeigen, dass in der Realität noch einiges zu tun ist, denn die Mitarbeiter in den Spielhallen reagieren in vielen Fällen, nicht so wie sie sollten. Minderjährige können in Spielhallen zocken, suchtgefährdetes Verhalten wird nicht angemerkt und Spieler werden nicht gesperrt. Hier muss in es Zukunft strenger genommen werden, damit der Spielerschutz in Zukunft tatsächlich gewährleistet werden kann.