Bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin konnte nun endlich eine finale Entscheidung getroffen werden. In Bezug auf die Sportwettenregulierung konnte die Blockade gelöst werden, in Verbindung mit dem Online Glücksspiel hingegen werden Verbote weiterhin bestehen bleiben. Die Diskussionen rund um die Glücksspielregulierung, vor allem in Bezug auf private Sportwettenangebote und Online Glücksspiele, halten bereits seit Jahren an. Mit dem neusten Beschluss erhofft man sich eine Regulierung, die auch bei den Anbietern Bestand haben und positiv angenommen werden wird.

Welche Entscheidungen sind gefallen?

  • Aufhebung der Beschränkung von Sportwettenlizenzen für private Anbieter
  • Online Glücksspiele bleiben überwiegend verboten
  • Sicherung des staatlichen Lottomonopols

Die Ministerpräsidenten einigten sich auf punktuelle Änderungen des Glücksspielstaatsvertrags. Ein viel diskutiertes Thema waren vor allem die 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter, auf die man sich in der ersten Runde geeinigt hatte. Diese Beschränkung hatte dafür gesorgt, dass der Glücksspielstaatsvertrag im letzten Jahr als gescheitert erklärt werden musste. Während viele Bundesländer mit den punktuellen Änderungen einverstanden waren, hatte Hessen auf eine komplette Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags gehofft.

Marktöffnung nur für Sportwetten

Mit dem neuen Beschluss wird der deutsche Glücksspielmarkt für private Anbieter von Sportwetten geöffnet. Die meisten anderen Glücksspielangebote fallen weiterhin unter das staatliche Monopol des Landes.  Der Beschluss wartet nun auf die Zustimmung durch die Länderparlamente. Wenn diese ihre Zustimmung geben, dann wird der zweite Glücksspielstaatsvertrag ab dem 1. Januar 2018 in Kraft treten. Für die Anbieter bedeutet dies, dass alle Betreiber, die im bisherigen Konzessionsverfahren die Mindestanforderungen erfüllt haben, eine vorläufige Erlaubnis bekommen werden. Diese vorläufige Erlaubnis soll eine Gültigkeit von einem Jahr besitzen. Es ist davon auszugehen, dass dann erneute Konzessionsverfahren angesetzt werden.