Selbst vor der Glücksspielmetropole Las Vegas macht die Finanzkrise nicht halt.

Es ziehen Schatten über die immer leuchtende, grelle und fassettenreiche Stadt. Mehrere Casino und Hotelbetreiber stehen jetzt auf der Kippe.

Die ersten Casino Neubauten in der amerikanischen Spielmetropole wurden bereits wegen unsicherer Finanzierung gestoppt und auch die Pläne für das Crown Las Vegas wurden verworfen. Dieses Hotel sollte, nach seiner Vollendung, das höchste Gebäude der Stadt werden.

Die Arbeiten für das Cosmopolitan Resort and Casinos, direkt an der Hauptvergnügungsmeile, haben zwar bereits begonnen, ob diese jedoch in nächster Zeit fertiggestellt werden, ist ungewiss.

Der Kredit der Deutschen Bank, von 760 Millionen Dollar, für dieses Projekt, wurde bereits zurück gezogen. Kasinobetreiber wie „MGM-Mirage“, „Las Vegas Sands“ oder auch „Wynn Resorts“ haben sich für neue Mammutprojekte schwer überschuldet ? und das bei deutlich sinkenden Besucherzahlen.

Die Stadt wird mitten in einem Bauboom von der Krise erwischt, denn auch das Traditionshotel Caesars Palace, steht kurz vor einer milliardenschweren Renovierung mit drei Schwimmbecken und einem Turm als Neubau. Für acht Milliarden Dollar, hat gerade auch der Bau des City Centers, ein Mischkomplex aus Hotels, Casinos und Geschäften, begonnen.

In der Stadt gibt es mittlerweile rund 130.000 Hotelzimmer und bis 2012 sollen rund 40.000 neue Hotelzimmer dazu kommen. Ob diese jedoch gefüllt werden, ist in der momentanen Zeit fragwürdig. So wirbt Las Vegas momentan natürlich verstärkt um Toursiten.

Vorallem US-Amerikaner galten bislang als Besucher der Wüstenstadt, doch auch die halten sich zurück. Die Auslastung der Hotels sank trotz Sonderangeboten und straker Werbung wie „Do It Without Thinking!!“ um 1,5 Prozent.

So manche Rezession ist bislang an Las Vegas vorübergezogen, doch auf Grund der gesunkenen Nachfrage in allen Bereichen, haben bereits 400 MGM Mirage Mitarbeiter aus dem mittleren Management ihren Arbeitsplatz verloren. MGM Mirage ist einer der grö?ten Casinobetreiber, die MGM Aktien verlor innerhalb eines halben Jahres satte 35 % an Wert. Mit einem Umsatzrückgang von nunmehr 1,5 Milliarden Dollar, sei die Talsohle der Krise bei MGM-Mirage erreicht, meint Jim Murren, Chef des Hotels. über einen Verkauf werde momentan noch nicht nachgedacht, so der MGM- Chef, es sei nur fraglich wann es wieder bergauf geht.

Auch Tropicana, eines der bekanntesten Häuser am Strip, soll finanzielle Schwierigkeiten haben.

Im ersten Quartal haben die Spielbetriebe 17 Prozent weniger Geld gescheffelt als im Vorjahr, bei einem Rückgang der Gästezahlen um neun Prozent.