Die Männer witterten das schnelle Geld und planten einen inszenierten Raub, allerdings ohne Erfolg, denn die Betrüger wurden schnell entlarvt und wurden festgenommen. Vor Gericht wurden die beiden Angeklagten nun zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Der 29-jährige war den Behörden bereits bekannt, denn er hatte schon zwei einschlägige Vorstrafen, aufgrund derer er sich eigentlich bewähren musste. Die Verlockung sei für die zwei Männer jedoch zu groß gewesen und daher wurde der fingierte überfall auf ein Spielcasino eingeleitet.

Die beiden Komplizen hatten vorab einen Plan aufgestellt, dieser sollte dann am 22. Dezember des letzten Jahres in die Tat umgesetzt werden. Einer der Männer war als Kellner des Casinos in der Grazer Kärntnerstraße angestellt und öffnete bei Dienstantritt die Hintertür für seinen Komplizen. Dieser hatte so die Möglichkeit maskiert in das Casino einzudringen. Um den überfall so realistisch wie möglich darzustellen wurde der Kellner von dem 20-jährigen Freund mit Kabelbindern gefesselt, damit dieser dann eine Summe in Höhe von 16.000 Euro aus den Tresoren räumen und mitnehmen konnte.

Der Kellner erstattete im Anschluss Anzeige. Die Geldsumme sollte nach der Tat eigentlich zwischen den beiden Komplizen aufgeteilt werden, nachdem der 20-jährige die Summe erst einmal versteckte. Die Ermittler hatten jedoch schnell herausgefunden, dass es sich bei der Tat um einen vorgetäuschten überfall handelte, woraufhin beide Betrüger vor Gericht gestanden.

Der 29-jährige Betrüger hatte sich mit der Tat gleich dreifach strafbar gemacht, einmal wegen schwerem Diebstahl, aufgrund der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung sowie wegen falscher Beweisaussage. Die erbeutete Summe wurde von Seiten der Diebe schnell ausgegeben, sodass schon nach wenigen Tagen bereits nichts mehr davon übrig war. Vor Gericht wurde nun entschieden, dass der 20-jährige eine Strafe von sieben Monaten Haft zu verbüßen hat und sein 29-jähriger Komplize eine Haftstrafe in Höhe von 15 Monaten, von denen fünf auf jeden Fall hinter Gittern verbracht werden und nicht auf Bewährung ausgesetzt werden sollen.