Der Insolvenzverwalter ist für die Spielbanken GmbH zuständig und will die Forderung in dieser Höhe geltend machen. Das Innenministerium ist bisher von den Forderungen nicht besonders beeindruckt. Laut eigenen Angaben werden die Forderungen überprüft, sollten diese gerechtfertigt sein, wird der Betrag bezahlt, so der Staatsinnensekretär Ralf Gundlach.

Schon während der Zeit, in welcher es bei den Spielbanken bereits kriselte, überwiesen diese noch die geforderten Steuern an das Finanzamt. Diese wolle der Insolvenzverwalter nun zurückfordern und er setzt etwa einen Betrag in Höhe von 1,1 bis 2,5 Millionen Euro an.

Vor allem soll auch ein Plan entwickelt werden, um das Schicksal der Mitarbeiter zu verbessern, da diese durch die Insolvenz nun keinen Arbeitsplatz mehr haben. Die Mitarbeiter demonstrierten bereits im letzten Jahr für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Die sind im Besitz einer Beschäftigungsgarantie und verfügen dennoch nicht über einen Job. Aus diesem Grund soll nun ein Sozialplan entwickelt werden.

Insgesamt sind 70 Mitarbeiter von diesem Schicksal betroffen. Bereits im Mai des letzten Jahres wurde der Betrieb der Spielbank Magdeburg eingestellt. Kurz danach mussten auch die Casinos in Halle und Wernigerode schließen. Als Betreiber der Etablissements war die israelisch-zypriotische Sybil Group zuständig.

Diese konnte aus finanzieller Sicht den Betrieb jedoch nicht mehr fort führen, weshalb die Schließung unvermeidbar war. Das Betreiberunternehmen hatte praktisch kein Geld mehr um die Spielbanken Sachsen Anhalts weiter zu betreiben.