Der Vorsitzende des Bundesverbands privater Spielbanken, der seinen Sitz in Berlin hat und die Interessen von 11 zugelassenen Spielbanken in 35 Orten in sechs Bundesländern die sich in Privatträgerschaft befinden, vertritt, gab bekannt, dass diejenigen, die Casino Spiele rechtmä?ig anbieten möchten, ihren Fokus nicht nur auf Spielautomaten und Online Glücksspiel legen sollten.

Eine Vernachlässigung des Tischsspiel sei in Bezug auf die Verlockung der Spielbanken nicht erwünscht und aus ordnungspolitischer Sicht nicht annehmbar. Aus diesem Grund seien Zulassungen im Bereich der Casino Spiele nur an Anbieter zu vergeben, die auch das klassische Spiel wie Poker und Roulette im Angebot haben.

Diese Spiele sind für das Image der Spielbanken sehr wichtig. Ein Nachteil hier ist aber, dass das traditionelle Spiel einen hoch angesetzten Maßstab in Bezug auf Gästeservice und Spieler hat, der eines großen Aufwands an Personal und finanziellen Mitteln bedarf.

Damit dieses weiterhin bereitgestellt werden kann, ist es notwendig, dass Spielbanken Zugang zu zeitgemäßen Angeboten an Spielen bei Automaten und im Netz bekommen. Außerdem ist es laut dem Verband wichtig, dass das traditionelle Spiel in den Spielbanken vor Dumping-Anbietern von Spielen für Casinos, die kein Tischspiel bereitstellen, bewahrt wird.

Der Bundesverband, dessen Spielbanken letztes Jahr rund 3 Millionen Besucher empfangen konnten und der 2009 einen Bruttospielertrag von über 260 Millionen erzielte, von denen der Fiskus 147 Millionen Euro an Steuern erhielt, schlägt vor, dass zur Realisierung dieser Forderungen ordnungspolitischer Natur die Zulassungen für diese Spiele lediglich an Betreiber mit Tischspielen vergeben werden sollen.

Die Institution, zu denen unter anderem die Spielbankunternehmen Bad Homburg, Bad Neuenahr, Mainz, Trier, Wiesbaden und Frankfurt zählen, schlägt vor, dass Anbieter, die nur Automatenspiele und Spiele im Netz bereitstellen, keine Lizenz bekommen sollen.