Im Zuge dieser Studie wurden Forderungen deutlich, die die Spielsuchthilfe nun stellt, damit langfristig eine Verbesserung in Bezug auf die Spielsucht bewirkt werden kann. Effizientere Herangehensweisen und Verstärkung der Hilfeangebote zählen zu den Plänen, die die Spielsuchthilfe verfolgt.

Wichtige Punkte der Forderungen sind unter Anderem die Alterskontrollen und die Thematik des Jugendschutzes damit in Verbindung. Im Laufe der Jahre sind die Spieler immer jünger geworden, klarer Handlungsbedarf für die Spielsuchthilfe. Durch verstärkte Alterskontrollen soll vermieden werden, dass minderjährige Jugendliche weiterhin so leichten Zugriff auf die unterschiedlichen Glücksspielangebote erhalten. Mit entsprechenden Änderungen des Glücksspielgesetzes soll der Jugendschutz somit verstärkt werden. Die Studie hatte deutlich gemacht, dass bei betroffenen Spielsüchtigen eben diese Sucht bereits in jungen Jahren begonnen hatte.

Die Spielsuchthilfe Österreich gibt es bereits seit 30 Jahren. In diesem Zeitraum konnten entsprechende Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt werden. Laut eigenen Aussagen reagieren die meisten Institutionen falsch und denken, dass eine Sucht durch Verbote geregelt werden könnte. Die Erfahrungen der Spielsuchthilfe machen jedoch etwas anderes deutlich. Das Verbot des Glücksspiels im generellen hat viele Spieler in der Vergangenheit dazu bewegt, sich bei anderen Anbietern zu registrieren, die beispielsweise den eigenen Firmensitz im Ausland betreiben.

Durch diese Abwanderung wird den österreichischen Institutionen jedoch die Kontrollmöglichkeit genommen. Mit dieser Aussage macht die Spielsuchthilfe im Zuge der eigenen Forderung deutlich, dass nicht Verbote eingeführt werden müssen, sondern vielmehr klare Regelungen die Hilfemöglichkeit und den Spielerschutz vereinfachen. Eine sinnvolle Regulierung könnte nach der Spielsuchthilfe zum Beispiel die Einführung der Spielerkarte sein, durch die wiederum der Jugendschutz vereinfacht gehandhabt werden könnte.