In Nordrhein Westphalen wurde das illegale Glücksspiel nun erneut thematisiert. Nachdem das diesjährige Symposium Glücksspiel 2014 der Universität Hohenheim durchgeführt wurde haben die FDP-Abgeordneten Henning Höne und Kai Abruszat eine kleine Anfrage an die Landesregierung in Nordrhein-Westphalen gestellt.

In der Anfrage der beiden Politiker ging es unter Anderem auch um die Aussage des geschäftsführenden Leiters der Forschungsstelle Glücksspiel, Prof. Dr. Tilman Becker, der als Kritiker der aktuellen Situation in NRW bekannt ist. Seiner Aussage nach werden die Anbieter von Seiten der Regierung geschont, trotzdem diese illegal Glücksspiel Anbieten. Die legalen Anbieter von Glücksspiel hingegen müssten sich auf die Rahmenbedingungen konzentrieren, Jugend- und Spielerschutz berücksichtigen und Steuern zahlen.

Hierbei würde sich eindeutig eine Unverhältnismäßigkeit entwickeln und die legalen Glücksspielanbieter würden im Vergleich enorm eingeschränkt, während die illegalen Anbieter enorme Freiheiten genießen würden. Die Frage der FDP-Politiker bezieht sich auf diese Aussage, denn die Politiker wollen nun wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden, um gegen die beschriebenen Vollzugs- und Kontrolldefizite vorzugehen und diese Unverhältnismäßigkeit auszubügeln.

Gleichzeitig ist bei der Anfrage besonders interessant zu erfahren, wie hoch die geschätzten Steuereinnahmen wären, würde das illegale Glücksspiel in legale Rahmen gelenkt werden. Auch ist es besonders interessant, ob für die Zukunft andere Modelle berücksichtigt werden, die zum verantwortungsvollen, ökonomisch tragfähigen Betrieb seriöser Spielstätten beitragen könnten. Es bleibt spannend, in welcher Form sich die Landesregierung zu dieser Thematik äußern wird, denn neben den FDP-Politikern gibt es sicherlich viele andere Personen, die ein großes Interesse daran haben, mehr über diese Thematik zu erfahren.