Generell ist es das Ziel der Regulierungsbehörde Autorite de Regulation des Jeux En Ligne (ARJEL) die "Insellösung" abzuschaffen und die Grenzen im Bereich Online Poker zu öffnen. Bisher hatte die Behörde jedoch in dieser Sache keinen wirklichen Erfolg, denn Gesetzesanpassungen zur Abschaffung der "Insellösung" wurden bisher immer abgelehnt. Nun wurde jedoch eine große Hürde genommen und Frankreichs Regulierungsbehörde ARJEL ist es gestattet, mit anderen regulierten Märkten um einen gemeinsamen Spielerpool zu verhandeln.

Trotzdem der erste Schritt für die französische Poker-Community erreicht ist, wird die Zusammenlegung zweier Spielerpools aus verschiedenen Ländern nicht leicht. Schwierig wird es zum Beispiel mit PokerStars.eu (Malta) und PokerStars.com (Isle of Man), die den gleichen Spielerpool haben. Die technische Umsetzung wird hier nicht einfach. Dennoch gibt es Märkte, wo die ersten Schritte zeitnah unternommen werden können. Zu diesen Märkten gehören:

– Italien

– Spanien

Hier gibt es bereits seit Jahren Verhandlungen zwischen ARJEL und den Regulierungsbehörden beider Länder, der LAmministrazione Autonoma dei Monopoli di Stato (AAMS) sowie der Direccion General de Ordenacion del Juego (DGOJ). Hier sind schon seit geraumer Zeit offene Grenzen im Gespräch, allerdings ist frühestens im Jahr 2017 mit der Einigung auf entsprechende Verträge zu rechnen.

Taxierung könnte ein Problem werden

Die teilweise Öffnung der Grenzen ist zwar der erste Schritt, jedoch wird es mit der Umsetzung nicht ganz so leicht werden. Nicht nur weil die Zusammenlegung der Spielerpools technisch nicht einfach wird, sondern auch, weil die unterschiedliche Taxierung innerhalb der einzelnen Länder zum Problem werden könnte. In Frankreich gibt es in Bezug auf die Besteuerung ein kompliziertes System, bei welchem jede Bieterrunde für die Steuerbehörde abgerechnet wird. Das System soll zwar vereinfacht werden, allerdings ist auch hiermit nicht in naher Zukunft zu rechnen.