Der Reiz des Verbotenen spielt hier genauso eine Rolle, wie der Wunsch danach das große Geld zu gewinnen. Hier treffen verschiedene Menschen aus verschiedenen Schichten zusammen und sie alle verbindet die Leidenschaft für das beliebte Kartenspiel Poker. Pokern in Hinterzimmern ist nicht nur irgendwie unheimlich für Außenstehende, sondern in Deutschland vor allem illegal.

Doch nicht nur die Spieler profitieren von den illegal veranstalteten Pokerrunden in Hinterzimmern, derjenige der hierbei wirklich gewinnt ist der Betreiber. Steuerfrei verdienen sich die Betreiber, je nachdem wie oft diese illegalen Pokerrunden angeboten werden, pro Monat 5-stellige Beträge dazu. Auch die anderen Helfer, wie Kellner und Dealer bezeichnen den Job bei illegalen Pokerrunden als besonders lukrativ, denn so können diese an einem Abend bar auf die Hand mehrere Hundert Euro dazuverdienen.

Natürlich ist auch die Organisation von illegalen Pokerrunden mit einem Aufwand verbunden. Hier können die Veranstalter nicht einfach Plakate drucken, die zum Hinterzimmerpoker einladen, sondern die Betreiber müssen Kontakte in der Szene haben. Je mehr Kontakte und je bessere Verbindungen, umso mehr können die Veranstalter mit den illegalen Geschäften verdienen.

Anspannung und Adrenalin in verrauchten Hinterzimmern

Neben der Suchtgefahr, die von Poker als Glücksspiel ausgeht, laufen vor allem die Betreiber Gefahr sich strafbar zu machen. In vielen Bundesgebieten werden Razzien durchgeführt, um eben solche illegalen Pokerrunden auffliegen zu lassen. Den Betreibern können im schlimmsten Fall hohe Geldstrafen oder sogar mehrere Jahre Haft drohen. Die Spieler haben weniger zu befürchten, auch hier werden Geldstrafen und mehrere Monate Haft verhängt, in den seltensten Fällen jedoch werden die Spieler tatsächlich verurteilt. Den Behörden geht es darum, die Betreiber zu fassen und die Veranstaltung von illegalen Pokerrunden zu unterbinden.