Viele Spieler, vor allem aus dem Bereich Köln-Bonn, freuen sich darüber in Zukunft nun auch mit einem Etablissement ganz in der Nähe zu rechnen, jedoch gibt es natürlich auch Gegner. Ver.di Rheinland-Pfalz reagierte mit Verwunderung auf diesen Beschluss und lehnt die Pläne der Landesregierung entschlossen ab.

Zuerst einmal reagierte ver.di mit Verwunderung, denn laut eigenen Angaben war dieser Richtungswechsel von NRW nicht absehbar. Laut den Angaben von ver.di wurde bei der öffentlichen Anhörung zum Ausführungsgesetz zum ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag ein Plan dieser Art von Seiten der Sachverständigen mit keiner Silbe angesprochen. Zum zweiten sei der Plan nicht zu realisieren, da dieser sich nicht mit dem Glücksspielstaatsvertrag vereinbaren lasse.

Ver.di kritisiert vor allem die möglichen Absichten, die dahinter stecken könnten. Die fünfte Spielbank sei grundsätzlich überflüssig und man gehe davon aus, dass das Bundesland sich mit den Einnahmen der neuen Spielbank erhofft, finanzielle Löcher stopfen zu können. Doch auch dieses Ziel gehe an den Zielen des Glücksspielstaatsvertrages vorbei, denn mit Spielhallen sollen keine Löcher in den Haushaltskassen der Kommunen gestopft werden.

Geplant ist die Errichtung der neuen Spielbank in Neuss, direkt am Wendersplatz. Sowohl die Standortauswahl als auch das vorgesehene Gebäude, nämlich das, in dem eigentlich die Zentrale der Creditreform entstehen sollte, sind bereits ausgewählt.

Noch ist keine endgültige Entscheidung getroffen und neben Neuss haben auch Köln und Düsseldorf beworben. Es bleibt spannend, wie sich die Lage rund um die fünfte Spielbank in NRW in Zukunft entwickeln wird.