Der Vorarlberger Spieler zockte im Casino St. Gallen und konnte im Jahr 2005 einen Jackpot in Höhe von 3,5 Millionen Franken knacken. Dem Spieler reichte dies allerdings nicht und so zockte er einfach weiter und verspielte dabei den Gewinn in Millionenhöhe.

Heute ist der ehemalige Spieler mit seiner Familie auf Sozialhilfe angewiesen. Verantwortlich für seine jetzige Lebenssituation macht der Spieler das Casino St. Gallen, weil dieses in Jahrelang zum Spielen animiert und trotz Spielsucht nicht von den hohen Einsätzen an den Spieltischen abgehalten hätte.

Heute ist es dem ehemaligen Spieler sonnenklar, dass er wohl damals der Spielsucht unterlegen haben muss. Das was ihm damals nicht bewusst war, hätte seiner Meinung nach jedoch dem Casinopersonal in St. Gallen auffallen müssen, da dieses auf solche Situationen vorbereitet ist. Da er jedoch nach eigener Aussage auch vom Casino weiterhin zum Spielen animiert wurde, macht er nun das Casino für seine finanziell missliche Lage verantwortlich und fordert daher vor Gericht 1,6 Millionen Franken Schadensersatz.

Doch die Klage des Ex-Spielers ist nicht der einzige laufende Prozess in den der Vorarlberger verwickelt ist, denn seine Spielsucht sorgte auch dafür, dass er sich damals auf Betrügereien einließ und Schulden machte, die nun von den Gläubigern gerichtlich zurückgefordert werden. Das Casino St. Gallen weist die Vorwürfe des ehemaligen Spielers weiterhin zurück.

Dennoch plant dieser gegen das Casino vorzugehen. Nach dem Gewinn in Millionenhöhe wurde er nach eigener Aussage wie ein König behandelt, mit eigenem Parkplatz und eigenem Spieltisch. Er gibt an beweisen zu können, dass er seinen gesamten Gewinn innerhalb von 14 Monaten in St. Gallen wieder verloren habe. Er wolle wenn nötig durch alle Instanzen gehen und ist in jedem Fall auf einen Sieg aus, da er sich selbst im Recht fühle.