In Karlsruhe landete nun ein Fall vor Gericht, bei dem ein Spieler das Casino darauf verklagte, das eigens verzockte Geld zurückzuerhalten. Solche Klagen landen oft vor den Gerichten in mehreren Instanzen. Das neuste Urteil in diesem Fall könnte jedoch zukünftige Verhandlungen enorm beeinflussen.

In diesem Fall hatte der Spieler sich nach der Zeit, in der er etwa 58.000 in einem Casino verspielte, eine Eigensperre auferlegen lassen. Vor Gericht forderte der Spieler das vorher verspielte Geld zurück. Vor Gerichte galt dies jedoch nicht ausreichend, denn das Gericht legte fest, dass das Casino erst dann mitverantwortlich gemacht werden könnte, wenn der Spieler bereits vorher die Sperre verhängen hätte lassen. Dann wäre das Casino quasi Mitschuld und müsste dem Spieler das verspielte Geld zurückerstatten. Dazu verpflichtet das Gericht die Spielcasinos nun, beim Einlass strengere Kontrollen durchzuführen.

Nun bleibt im Fall des Spielers, der eine solch hohe Summe verlor, nur noch die Möglichkeit, ihn für nicht oder nur partiell geschäftsfähig zu erklären. Wenn dies vor Gericht passiert, dann hat der Spieler zumindest noch die Chance ein Teil seines verspielten Geldes zurückzuerhalten. Für die Spielbanken wiederum gilt ab sofort eine besonders scharfe Kontrolle beim Einlass, die Spielbanken nach diesem Urteil die Spieler vor sich selbst schützen und ihnen den Eintritt verwehren müssen, wenn die Spieler vorab bereits eine Eigensperre vorgenommen haben.