Die Ermittlungen vor Ort ergaben dann, dass der überfall des Täters zusammen mit dem Casinoangestellten geplant war. Das vermeintliche Opfer wurde dann am Tag danach durch die Polizei festgenommen. In der Tatnacht hatte der Mitarbeiter des Spielcasinos in Kolbermoor den Raubüberfall bei der Polizei gemeldet. Diese schickte Beamte des SEK zu dem Casino, um vor Ort zu ermitteln. Nach Angaben des vermeintlichen Opfers wurde das Casino in der Nacht durch einen maskierten Mann überfallen, welcher den Angestellten mit einer Schusswaffe gezwungen haben soll, diesem den vierstelligen Geldbetrag auszuhändigen.

Noch in der Nacht, in der der überfall durch den Angestellten gemeldet wurde, nahm die Polizei die Tatortarbeit auf. Nach Angaben des Opfers floh der Räuber in unbekannte Richtung. Verletzt wurde bei dem überfall keiner. Die Ermittlungen vor Ort ergaben bereits den Verdacht, dass der 20-jährige Angestellte kein Opfer in diesem Fall, sondern Mittäter gewesen sein könnte. Die Festnahme des Casinomitarbeiters erfolgte noch am Mittag des nächsten Tages.

Betrug im großen Stil

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen habe eine Zusammenarbeit zwischen Täter und Opfer stattgefunden. Demnach soll der Überfall von beiden geplant und durchgeführt worden sein. Die Waffe und Teile der Beute konnten bereits durch die Ermittler sichergestellt werden. Das Diebesgut, Geld im vierstelligen Bereich, teilten die Täter untereinander auf. Die Ermittlungen der Polizei gehen nun in Richtung Diebstahl mit Waffen und Vortäuschen eines Raubes. Die beiden Täter müssen sich in den nächsten Tagen vor Gericht verantworten.