Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren Spielgewohnheiten und gerade in Spielhallen fallen Frauen meist auf. Mit Sicherheit ist das der Grund, warum es weniger Frauen sind, die Spielhallen besuchen, um an den einarmigen Banditen zu zocken. Nach Meinung eines Betreibers aus dem Raum Hagen, soll sich dies in Zukunft ändern.

Im Raum Hagen hat nun die Spielhalle "Lady" eröffnet, die von dem 51-jährigen Betreiber Frank Göbel betrieben wird. Wie der Name es schon vermuten lässt, haben zu dieser besonderen Spielhalle ausschließlich Frauen Zutritt. Für den Betreiber gilt die Eröffnung der emanzipierten Spielhalle als Testlauf, ob der Bedarf bei Frauen tatsächlich vorhanden ist.

Die Spielhallen des Unternehmers sind generell gut besucht, doch meist sind nur maximal 30 Prozent der Gäste Frauen. Göbel geht davon aus, dass diese sich in den dunklen Kneipen mit schummrigem Licht, viel Rauch und vorrangig männlichem Publikum nicht so wohl fühlen und sich deshalb den Besuch in der Spielhalle eher einmal sparen. Mit der Eröffnung der Frauenspielhalle soll sich dies für die weiblichen Spieler in Zukunft jedoch ändern.

Kaffeeklatsch mit Geldgewinn

Für den Betreiber ist die Frauenspielhalle ein Freizeitangebot für alle weiblichen Spieler. Die Resonanz ist bereits sehr positiv, denn man fühle sich unter Frauen beim Glücksspiel doch viel wohler. Spielerinnen besuchen die Spielhalle, um nach der Arbeit abzuschalten. Ein besonderer Vorteil liege darin, dass sie in Ruhe spielen könnten, von den Männern in Ruhe gelassen werden und sich einfach einige Stunden entspannen können. Suchtberater sehen hier eine große Gefahr, denn bisher sind es mehr Männer, die der Spielsucht verfallen. Sofern sich das Angebot jedoch weiterhin auch auf die Frauen ausrichtet, laufen diese der Meinung von Experten nach größere Gefahr, sich in der Spielsucht zu verlieren.