Wien: In Österreich zum Beispiel sollen Internetsperren eingeführt werden, um auf diese Weise das illegale Glücksspiel zu bekämpfen. In Österreich gibt es aktuell einen Anbieter, win2day, der Glücksspiel legal im Internet anbieten darf.

Alle anderen Anbieter verfügen vor Ort über keine Lizenz, sind aber der Meinung, dass das eigene Angebot legal präsentiert werde, da ein Verbot gegen die Dienstleistungsfreiheit der EU verstoße. Aktuell gibt es innerhalb der EU zu diesem Thema keine einheitliche Regulierung.

Das österreichische Finanzministerium plant nun Internetsperren gegen das illegale Glücksspiel einzusetzen. Experten sagen hierzu jedoch, dass eben diese Sperren von den Usern leicht umgangen werden können. In österreich habe man sich jedoch über wirkungsvolle Sperrmethoden informiert. Zum einen gibt es die sogenannten DNS-Sperren, mit denen die IP-Adressen verknüpft mit dem Domain-Name-System (kurz DNS) der Anbieter gesperrt würden.

Durch diese Sperrvariante würden die User nicht mehr auf die bekannte Seite gelangen. Umgangen werden kann diese Sperre durch die direkte Eingabe der IP-Adresse oder durch die Auswahl eines alternativen DNS-Servers.

Auch bei der IP-Sperre gibt es Umgehungsmöglichkeiten, nämlich durch das zur Hilfe nehmen von sogenannten Anonymisierungsdiensten. Besonders aufwendig ist die Deep Packet Inspection als Sperre. Hierbei werden von Seiten des Providers auch die Daten der User untersucht. Durch Verschlüsselungssoftware kann aber auch diese aufwendige Sperre relativ leicht umgangen werden.

Internetsperren als Ausweg

Trotz der leichten Möglichkeiten, Internetsperren zu umgehen, denkt das österreichische Finanzministerium weiterhin daran, mit Internetsperren das illegale Glücksspiel zu unterbinden. Hier waren auch bereits Blockaden von Bankverbindungen im Gespräch, um überweisungen an Glücksspielportale zu verhindern. Diese Methode wird in den USA angewendet, ist allerdings von Seiten der Banken und Kreditinstituten nicht besonders beliebt. Zudem gäbe es auch hier Möglichkeiten, diese Sperren zu umgehen, so die Experten.