Im Zusammenhang mit diesem Verfahren machte das Gericht deutlich, welche maßgeblichen Fehler bei der Konzeption und Durchführung des Konzessionsverfahrens gemacht wurden. Hiernach erfüllte die Ausschreibung nach Angaben des Verwaltungsgerichts nicht die Anforderungen an ein transparentes und diskriminierungsfreies Auswahlverfahren. Nicht alle Kriterien für die Konzessionierung seien im Voraus bekannt gewesen, obwohl dies von Seiten des EuGH im Vorfeld gefordert wurde.

Das Transparenzgebot wurde nach Meinung des Gerichts nicht eingehalten, denn die Bewerber konnten weder aus der Ausschreibung noch aus dem Gesetzestext des Glücksspielstaatsvertrages entnehmen, was für eine erfolgreiche Bewerbung von Nöten gewesen wäre. Damit wurde gleichzeitig nach Angaben des Gerichts die Dienstleistungsfreiheit nicht gewährleistet. Das Verfahren sei somit insgesamt als intransparent zu bewerten. Dies beweisen auch die vielfach gestellten Fragen von Seiten der Bewerber, denn diese lassen darauf schließen, dass das Verfahren den Konzessionsbewerbern nicht wirklich klar war.

Intransparenter Prüfungsablauf

Auch der Prüfungsablauf wird von Seiten des Verwaltungsgerichts als intransparent beurteilt. Die Beschlüsse von Seiten des Glücksspielkollegiums wurden nicht begründet, es wurden lediglich Hinweise zum Verfahren und das Abstimmungsergebnis bekannt gegeben. Das Verfahren wird somit weitestgehend als intransparent bezeichnet und die Beschlussfassung sei inhaltlich nicht nachvollziehbar.

Zusätzlich zu den Durchführungsmängeln gäbe es nach Angaben des Gerichts noch weitere konzeptionelle Defizite. Zu diesen Defiziten zähle die Aussage, dass die Konzessionierung deshalb auf 20 Konzessionen beschränkt werde, da die Spielsucht bekämpft und der Spieltrieb gelenkt werden müsse. Bei dem Auswahlverfahren wird jedoch nach Angaben des Gerichts nicht deutlich, ob die Bewerber tatsächlich nach diesen Vorgaben bewertet wurden, oder ob doch nur weiterhin das Monopol geschützt werden sollte.