In Zukunft soll es somit einfacher sein, Betrug bei Sportwetten strafrechtlich zu verfolgen und auch Manipulationen im Profisport als Straftat einzuordnen. Zuvor gab es noch Gesetzeslücken, durch die nicht alle Fälle von Betrug und Manipulation strafrechtlich verfolgt werden konnten. Durch den neuen Gesetzesentwurf sollen eben diese Gesetzeslücken geschlossen werden.

Im Folgenden gelten auch folgende Sachverhalte als Straftat:

– wenn Sportler im Zusammenhang mit einer Sportwette Geld für eine geplante Wettbewerbsmanipulation versprochen bekommen

– Vereinbarungen mit Trainern, Schieds-, Wertungs- oder Kampfrichtern

Auch unabhängig von Sportwetten sind Absprachen dieser Art im Bereich des Sports strafbar, da solche Manipulationen große finanzielle Auswirkungen für Sportler und Vereine mit sich bringen können.

Wo gilt der neue Gesetzesentwurf?

Der neue Gesetzesentwurf wurde so aufgestellt, dass sowohl in- und ausländische Sportwettbewerbe erfasst werden. Dies bedeutet, dass die Strafvorschriften Gültigkeit haben, egal ob Wettbewerbe im Inland oder im Ausland ausgetragen werden. Dies bedeutet gleichermaßen, dass bei einem Sportwettbewerb im Inland grundsätzlich deutsches Strafrecht gilt, auch wenn die Wettbewerbsmanipulation beispielsweise im Ausland vereinbart wurde.