Die Schweizer Casinos haben mit einem Umsatzrückgang in Höhe von 25 Prozent zu kämpfen zusätzlich erschweren die hohen Spielbankenabgaben den Casinos die Existenz. Die Konkurrenz hingegen wächst immer weiter an, vor allem in den Bereichen des nicht-regulierten Online Gamings oder auch der illegalen Spielhallen.

Während die Kritik an dem neuen Gesetzesentwurf von Seiten der Spielbanken besonders stark ist gibt es auch Punkte mit denen die Betreiber der Casinos übereinstimmen. Dies betrifft vor allem den Schutz vor der Spielsucht, der durch die neue Gesetzgebung nicht unnötig verstärkt werden soll. Demnach wird nach der neuen Gesetzgebung keine Spielsucht-Abgabe eingeführt was die Spielbanken in der Schweiz befürworten, da der Schutz vor der Spielsucht in ihren Augen durch eine solche Abgabe nicht verstärkt werden würde. Gefordert wird von Seiten der Spielbanken die Konzentration auf den regulierten Markt. Dies soll bewirken dass die Spieler weniger Möglichkeiten haben, zu illegalen und nicht kontrollierten Angeboten abzuwandern, sondern sich wieder mehr auf das legale und kontrollierte Angebot zu konzentrieren.

Die Forderungen der Spielbanken beinhalten mehrere Punkte. Zum einen ist es die klare Definition der Casinospiele, da diese nicht mehr gegeben ist, weil sie sich mit der Definition der Lotteriespiele zunehmend vermischt. Um in Zukunft keine Einschränkungen durch die verwischten Grenzen in Kauf zu nehmen sollen die Begriffe erst einmal klar definiert werden, um dadurch unnötige Einschränkungen zu verhindern. Eine zweite Forderung bezieht sich auf die Geldspielautomaten, die nach Meinung der Spielbanken nur in kontrollierten Räumlichkeiten aufgestellt werden könnten. Derzeit stehen Geräte dieser Art in frei zugänglichen und unkontrollierten Etablissements, dies sollte in Zukunft nach Meinung der Casinos verändert werden.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Casinos nach dem neuen Geldspielgesetz kaum Innovationsmöglichkeiten haben. Dies sollte nach Angaben der Casinos gelockert werden damit die Spielbanken auch die Möglichkeit haben, neue Spiele in den eigenen Einrichtungen einzuführen ohne komplizierte Zulassungsverfahren zu durchlaufen oder keine Bewilligung zu bekommen. Die Einführung neuer Spiele sollte nach Meinung der Casinos damit in Zukunft stark vereinfacht werden. In der Schweiz ist die Spielsuchtprävention ein wichtiges Thema und es existieren strenge Auflagen dazu. Nach Meinung der Casinos sollten diese Regelungen nicht weiter ausgebaut werden, da die Suchtprävention bereits ausreichend berücksichtigt werde und ausreichend Regelungen zu diesem Thema bestehen würden.