Schon seit längerer Zeit ist die Rede davon, dass der Spieler- und Jugendschutz vor allem in Spielhallen verstärkt werden müsste. Nachdem einige Spielhallengesetze bereits verschärft wurden und Regelungen sowie Regulierungen dabei helfen sollen, die Spieler vor der Spielsucht zu schützen, gibt es aktuell in Stuttgart ein neues Pilotprojekt.

Bei diesem Projekt geht es um Gesichtskontrollen an den Spielhallen. Die Idee sieht vor, dass es am Eingang der Spielhalle einen elektronischen Gesichtsabgleich geben soll, um so zu junge und gesperrte Menschen zu erkennen und diesen Personen den Eintritt zu verwehren.

Pilotprojekt elektronische Gesichtskontrolle:

  • Erkennung von gesperrten und zu jungen Spielern
  • Verwehrung des Eintritts
  • Spielerschutz
  • Löschung der Daten nach 30 Sekunden
  • Bereits 18 Spielbanken in Baden-Württemberg sind mit diesem System ausgestattet
  • Betreiberunternehmen hat für das Pilotprojekt grünes Licht bekommen

Die Gesichtskontrolle funktioniert an den Eingängen der Spielhallen bei jedem Besucher und auch, wenn die Besucher in Gruppen erscheinen. Jeder Gast wird fotografiert, auch die Aufnahmen von mehreren Besuchern gleichzeitig sind möglich. Die biometrischen Daten werden dann an das System gesendet, durch welches erkannt werden soll, ob es sich bei dem Besucher um einen zu jungen oder bereits gesperrten Gast handelt. Das Gesichtserkennungssystem nennt sich „Face-Check“ und die Daten werden direkt verarbeitet, damit sie im Anschluss direkt wieder gelöscht werden können. Mit Hilfe eines Ampelsystems können gesperrte oder zu junge Spieler direkt an der Tür vom Personal gestoppt werden.

Letzte Entscheidung trifft das Personal

Die Gesichtskontrolle soll die Arbeit der Mitarbeiter in Spielhallen vereinfachen. Durch das Ampelsystem von „Face-Check“ wissen die Mitarbeiter am Einlass, welche Gäste genauer kontrolliert werden müssen. Die Entscheidung über den Einlass treffen letztendlich noch die Angestellten der Spielhalle. Die Regelungen für die Spielhallen sind in den vergangenen Jahren immer strenger geworden.

Gleichzeitig fordern die Gäste, dass der Einlass schnell geht. Durch den „Face-Check“ könnte dies möglich gemacht werden, denn so müsste nicht jeder Ausweis von allen Gästen kontrolliert werden, sondern nur von denen, wo das Ampelsystem gelb oder rot ausstrahlt. Ein ähnliches System soll nun auch für Spielautomaten in Gaststätten entwickelt werden. Geplant ist es hier, dass der „Face-Check“ direkt an den Spielautomaten stattfinden soll.