Herr Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken und der Verhandlungsführer der Tarifkommission sagt, dass das Land und die Betreiber der Spielbanken den Standort Waren/Müritz zumachen wollen.

Nach Infos von Ver.di wird klassische Spiel schon Ende September und das Automatenspiel zum 15.10. dieses Jahres beendet. Der Rückbau des Standortes soll Ende Oktober fertig gestellt sein. Ver.di sei vehement gegen die Schließung des Standortes so Stracke.

Man habe nicht nur Gespräche mit der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft erhofft, sondern auch eine zeitige und detaillierte Info des lokalen Betriebsrats in Waren und des ganzen Betriebsrats, sagt der Vorsitzende des gesamten Betriebsrats der drei Standorte Warnemünde, Schwerin und Waren/Müritz.

Nach Meinung von Ver.di ist dies der falsche Weg, gerade weil nach dem Richterspruch des Europäischen Gerichtshofs in Bezug auf das Glückspielmonopol in Deutschland über das Fortdauern des Monopols debattiert wird.

In Waren/Müritz würden nicht nur 11 qualifizierte und mit dem Tarif verbundene Arbeitsstellen eliminiert, die Spieler würden auch vom Land in die Spielhallen gescheucht, in der es keine Ausweiskontrolle, Tarifbindung und kein Schutz der Spieler besteht.

Die Schließung läuft nach Ansicht von Ver.di dem Zweck des Glücksspielvertrages und dem Spielbankgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern zuwider. Die Gewerkschaft verlangt von der Landesregierung und der Spielbankgesellschaft Mecklenburg auf, diesen Standort nicht zu schließen.

Die Betriebsräte werden nun mit der vom Betriebsverfassungsgesetz festgesetzten Verhandlungen zu einem Ausgleich der Interessen und einem Sozialplan beginnen. Die Gewerkschaft forderte die Geschäftsleitung dazu auf, Verhandlungen in Bezug auf einen Sozialtarifvertrag für die Mitarbeiter der Standorte zu beginnen.