Ein neues Jahr hat schöne aber auch nicht so schöne Seiten. William Hill und Ladbrokes bekommen die schlechten Seiten zu spüren. Sie gehören zu den großen Betreibern von Online Glücksspiel aus dem Vereinigten Königreich, die ihr Land hinter sich ließen, um der hohen Abgabe von 13 Prozent aus dem Weg zu gehen.

Die Entscheidung der beiden Anbieter fiel auf Gibraltar, da die Steuer dort nur ein Prozent betrugen. Man muss sehen, ob der Umzug wegen der Steuern in Großbritannien richtig war oder nicht.

Die angenehmen Phasen und die geringen Abgaben waren einmal, da die Regierung von Gibraltar sich dazu durchgerungen hat, aus diesem rentablen Geschäft noch mehr Kapital zu schlagen.

Ab diesem Jahr werden die Abgaben in Bezug auf Online Glücksspiel auf 10 Prozent angehoben, sprich lediglich 3 Prozent weniger als die entsprechenden Firmen in Großbritannien entrichten müssen. Die aktuellen Abgaben sind an die der weiteren geschäftlichen Bereiche in Gibraltar angepasst.

Dem Gesetz der EU zufolge ist es notwendig, dass die Steuern vergleichbar sind. Bisher rangierten die Steuern in Gibraltar unter den normalen Steuersätzen im restlichen Europa. So rang sich Gibraltar dazu durch, mit dem Gesetz der EU gleichzuziehen.

Unter diese Vorgaben fallen rund 20 Unternehmen aus der Online Glücksspiel Branche. Die Firmen in diesem Bereich laufen gut und denken nicht über einen Umzug nach, denn die anderen Staaten haben auch keine besseren Steuersätze und ein Umzug ist ebenfalls kostspielig.

Den dortigen Gesetzgebern war es bewusst, dass die Abgaben angehoben werden können, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen diese Geschäftspartner abhanden kommen werden.

Die dortigen Unternehmen bemühen sich, mit anderen Glücksspiel Firmen zu kooperieren. Ladbrokes zeigt großes Interesse für 88 Holdings und es ist sehr wohl denkbar, dass ungeachtete der Steueranhebung sich noch mehr Unternehmen in Gibraltar niederlassen werden.