Die Nachricht, dass sich der österreichische Glücksspielriese Bwin mit dem PartyGaming-Konzern aus Großbritannien zusammentut, war eine der wichtigsten Meldungen in der Glücksspielbranche in diesem Jahr.

Eine britische Zeitung schreibt, dass sich womöglich noch weitere Zusammenarbeiten in der Glücksspielindustrie auftun, denn die Unternehmen Ladbrokes und 888 befinden sich wohl in Gesprächen. Erstgenannte Firma stellt zahlreiche Formen von Spielen im Internet bereit und die Online Casinos nutzen die Software von Microgaming.

Das zweite Unternehmen hat seinen Schwerpunkt auf die Online Casinos gelegt, hier wird die Software des Unternehmens Dragonfish genutzt. Ladbrokes soll dem Unternehmen erst vor kurzem 240 Millionen britische Pfund für den Erwerb von 70 Prozent der Unternehmensanteile geboten haben.

Die Londoner Börse weiß über diesen Plan schon längst Bescheid, was den Wahrheitsgehalt der Gerüchte noch untermauert. Ladbrokes und 888 gaben gegenüber der Börse an, dass sie momentan Vorgespräche führen. Doch beide betonen hierbei, dass die Gespräche nicht zwangsläufig eine Einigung zur Folge haben müssen.

Es ist nicht Neues, dass die beiden Firmen in den Verhandlungen miteinander nichts erreicht haben. Schon 2006 führten sie ähnliche Gespräche, die aufgrund der Gültigwerdung des UIGEA in den Vereinigten Staaten ein Misserfolg waren. Dieser hat für den Glücksspielmarkt der Vereinigten Staaten massive Konsequenzen.

Schon im Mai 2010 veröffentlichte 888 eine Mitteilung an die Aktionäre, dass die Unternehmensaktien um 13 Prozent gesunken waren. Seitdem hofft man auf ein Signal ob das Unternehmen übernommen wird, und wenn ja, von wem. Ein Vierteljahr später verdichteten sich die Vermutungen, als der Chef von 888 verlauten ließ, dass man mit unterschiedlichen Betreibern von Online Glücksspielen an einem Tisch sitze.

Schon hier fiel der Name Ladbrokes als potentieller Interessent. Doch der Pressesprecher befand es noch zu früh, um sich weiter dazu zu äußern. Der weitere Verlauf der Unternehmensaktie sei nicht zwangsläufig an einen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen gekoppelt.

Es hat den Anschein, als ob sich momentan in der Glücksspielindustrie eine Menge tun würde. Zahlreiche Staaten in Europa und der Welt strukturieren diese Märkte neu und Industrie passt sich dem an.

Auf zahlreichen Zusammentreffen in diesem Jahr wurde viel darüber gesprochen, dass in Zukunft nur wenige große Betreiber den Markt beherrschen würden. Der Zusammenschluss zwischen Bwin und PartyGaming war ein Schritt auf diesem Weg.

Es sieht so aus, als ob die Prophezeiungen, die bei den Konferenzen geäußert wurden, tatsächlich eintreten könnten. Mit einer eventuellen Fusion der Unternehmen Ladbrokes und 888 würde ein weiteres Riesenunternehmen auf dem Glücksspielmarkt Einzug halten.