Diese Tragödie ist auch nach rund einem Jahr nicht vorbei. Als Konsequenz der Maßnahmen des Ministeriums konnte "Full Tilt Poker" seinen einstigen Nutzern kein Geld mehr zahlen. Davon waren erst nur die Spieler in den USA betroffen, doch bald darauf waren alle Nutzer davon getroffen.

Parallel dazu machten Spekulationen über finanziellen Ungereimtheiten die Runde. Dies hatte zur Folge dass die Glücksspielbehörde von Alderney (AGCC), die Zulassung für das Pokerspiel vorerst auf Eis legte. Damit hatte der Betreiber mit noch mehr Schwierigkeiten zu kämpfen, da das Pokerportal nun kein Geld mehr einnehmen konnte, um seine Pflichten erfüllen zu können.

Nach zahlreichen Spekulationen über einen potentiellen Käufer erwarb die "Groupe Bernard Tapie" den Betreiber. Die Gespräche begannen nun und in dem ganzen Zeitraum hatten die Nutzer keine Informationen darüber, wann sie ihr Geld wiederbekommen würden. Nun befasst man sich mit einem "Comeback" des Pokerbetreibers, was gar nicht so unwahrscheinlich ist.

Der Käufer kooperierte in den vergangenen Monaten mit der obenstehenden Glücksspielbehörde, um die Zulassung zum Betrieb der Seite wiederzubekommen. Vor kurzem setzte die Behörde eine Anhörung im öffentlichen Rahmen für einen Antrag auf Zulassung in der Kategorie Zwei an, welche von dem Tochterunternehmen des Betreibers, "Orinic Limited", beantragt wurde.

Mit einer Zulassung der Kategorie Drei, wäre es dem Pokerbetreiber wieder möglich, im Netz zu arbeiten.

Der Abschluss des Vertrags zwischen dem Pokerbetreiber und dem Käufer wird immer greifbarer und es stellt sich die Frage, welche Figur der Betreiber unter der neuen Geschäftsführung machen wird.