Auf dem Glücksspielmarkt unseres Nachbarlandes Österreich tut sich so Einiges, da hier die Schlacht um die Zulassungen in Sachen Spielbanken eröffnet ist.

Schon vor Kurzem ließ das Ministerium für Finanzen verlauten, dass es 15 Zulassungen an den Mann bringen will. Dazu gehört auch eine Zulassung zur Betreibung eines Pokersalons. Zu den Bewerbern gehören "Novomatic", die "Concord Card Casinos" sowie die "Casinos Austria".

Diese Zulassungen werden nicht auf einen Schlag vergeben, sie werden in "Sechser-Packs" öffentlich gemacht. Zudem gibt es noch zwei separate Lizenzen zu holen, die eine gilt für Niederösterreich und die zweite wird in der Landeshauptstadt zum Zug kommen, was aus den entsprechenden Dokumenten hervorgeht.

Die ersten sechs Zulassungen für Spielbanken sind bis Ende des nächsten Jahres in Kraft und decken sechs Standorte ab. Dies sind die Spielstätten in Graz, Innsbruck, Linz, Bregenz, Salzburg/Wals-Siezenheim und eine Spielstätte in Wien. Die Zeit ist knapp bemessen, sodass man sich bereits auf die Suche nach Kandidaten gemacht hat, die Bewerbungsfrist beläuft sich auf 5 Monate.

Der Sprecher der "Casinos Austria" ließ verlauten, dass sein Unternehmen für jede Spielbank Interesse zeigt, dazu gehören auch die Zulassungen in Sachen Pokerspiel. Das niederösterreichische Unternehmen "Novomatic" ist hier ebenfalls ein Konkurrent.

Zunächst einmal wird man hier die Bewerbungsunterlagen unter die Lupe nehmen und sich infolgedessen um mehr als eine Zulassung bemühen, so sagte es der Sprecher des zweitgenannten Unternehmens.

Der Dritte im Bunde, "Concord Card Casinos" möchte die Pokerzulassung gerne ihr Eigen nennen und sich deshalb darum bemühen. Die Anbieter von Pokerspielstätten gehen von einem starken Andrang in dieser Sache aus. Mit von der Partie werden wahrscheinlich auch nichtösterreichische Kandidaten sein. Grund dafür ist, dass zahlreiche Betreiber im Netz an den traditionellen Spielstätten interessiert sind.

Das Unternehmen "Bwin.Party", das auch an der Börse zu finden ist, gab in dieser Sache noch keine Stellungnahme ab und auch das überschaubare Unternehmen "Bet-at-home" hat sich noch nicht entschieden.

Bislang wurden den "Casinos Austria" wie nie anders gewesen die Zulassungen zugeteilt. Sie führen bis jetzt jede der 12 Spielbanken des Landes und nun gibt es erstmals andere Bewerber.

Dies liegt daran, dass die Zulassungen in ganz Europa öffentlich gemacht werden und anstelle der bislang 12 Zulassungen gibt es nun 15, wozu auch die Konzession fürs Pokerspiel gehört.

Der österreichische Glücksspielmarkt wird so manche überraschung bereithalten.