Die Betreiber wissen dies zudem sehr gut zu verkaufen. Wie viel ein Spieler bei einem Spiel gewinnen kann wird hier gerne angezeigt, dass es sich jedoch hierbei um den höchstmöglichen Gewinn handelt und dieser sehr selten geknackt wird, dies wird den Spielern nicht signalisiert. Gerade Hartz-IV-Empfänger könnten sich hierbei denken, dass das Glücksspiel durchaus eine sinnvolle Beschäftigung ist, erst Recht, wenn hierbei Gewinne möglich sind. Mit diesen Gewinnen könnten die Hartz-IV-Empfänger ihr Einkommen, welches sie durch den Staat erhalten, ein wenig aufstocken, oder nicht?

Der Gewinn aus dem Glücksspiel wird im Fall von Hartz-IV-Empfängern als Einkommen angerechnet.

Für die Empfänger von Hartz-IV bedeutet dies, dass Glücksspielgewinne als Einkommen gelten und demnach die Zahlungen von Seiten des Staates sinken würden. Die meisten Spieler denken wohl, dass Glücksspielgewinne kein Einkommen sind, genau zu diesem Thema ist jedoch erst vor wenigen Tagen in Kassel von Seiten des Bundessozialgerichts (BSG) entsprechende Entscheidung gefallen. Lediglich die Einsätze der Spieler können von den Gewinnen abgezogen, der reine Gewinn jedoch kann dann als Einkommen angerechnet werden.

Aus der Traum vom Glücksspielmillionär

Für viele Hartz-IV-Empfänger könnte dies nun bedeuten, dass einige Spieler in Zukunft auf das Glücksspiel verzichten werden. Suchtberatungsstellen würde dies gelegen kommen, denn je weniger Spieler desto geringer ist die Gefahr, dass die Spieler der Sucht verfallen. Da aus dem Glücksspiel keine regelmäßigen Einkünfte sichergestellt werden können und der Gewinn oder Verlust eben zu großen Teilen maßgeblich vom Glück abhängt, ist kaum vorstellbar, dass in Zukunft Personen auf das Sichere Geld vom Staat verzichten werden, um dann eine Glücksspielkarriere anzustreben. Von Seiten der Suchtexperten kann dies auch mit Sicherheit nicht empfohlen werden.