Wie in jedem Land gibt es auch in China eine besondere Umgehensweise mit dem Glücksspiel. Für jemand Fremdes mögen die Gebräuche etwas komisch wirken, aber in China sind diese ganz normal.

Manche Traditionen in Bezug auf das Glücksspiel in China scheinen schon an Aberglauben zu grenzen. So soll das Tragen roter Unterwäsche den Spielern besonderes Glück bringen. Wem beim Spielen auf die Schulter getippt wird, der soll nach dem Glauben der Chinesen nicht so viel Glück während des Spielens haben. Weitere Regeln sehen vor, dass die Chinesen nicht am gleichen Tag Sex haben sollen, an dem sie Spielen, auch dies soll Unglück bringen, ebenso wie das Betreten des Glücksspieltempels durch den Haupteingang.

Auch in Deutschland gibt es selbstverständlich Aberglauben. So gibt es Glücksbringer aller Art, die die Spieler gerne mit an den Spieltisch bringen, weil sie sich dadurch größeres Glück erhoffen. Ebenso gibt es Spieler, die sich an den Tagen zum Spielen ein besonderes T-Shirt anziehen oder besonderen Schmuck tragen, der als Glücksbringer fungieren soll.

Das Spielen in China ist so weit verbreitet, dass viele Chinesen auch auf Familienfesten zum Spielen zusammen kommen. Insgesamt wurden aus dem Glücksspiel im letzten Jahr in China rund 28 Millionen Euro eingenommen. In China gehört das Glücksspiel quasi zur Tradition, auch wenn es seit jeher Verbote in Bezug auf das Glücksspiel gibt. Verschiedene Spiele erfreuen sich bei den Chinesen besonderer Beliebtheit. So befindet sich auf der Rangliste der Lieblingsspiele in China Mah-Jongg auf Platz eins, dicht gefolgt von verschiedenen Karten- und Würfelspielen.