Es wurden sogar 15 Prozent Steigerung erwartet, jedoch machten die Umstände den Glücksspielanbietern in Macau einen Strich durch die Rechnung. Am Ende des Monats gab es einen Taifun, aufgrund dessen die Glücksspielanbieter nicht ausreichend Umsatz machen konnten.

Macau ist im Bereich des Glücksspiels weltweit Vorreiter. Das boomende Glücksspiel wird noch durch die gut funktionierende Wirtschaft in China unterstützt.

Die Spieler vor Ort sind nicht nur Einwohner aus Macau, sondern reisen aus dem ganzen asiatischen Raum an und spielen in Macau um ihr Glück. Allein im Juni wurden Umsätze in Höhe von 23,3 Milliarden Patacas in der Glücksspielbranche eingenommen. Umgerechnet sind das 2,27 Milliarden Euro.

Macau ist das Glücksspielzentrum in Asien. Die Einnahmen der Branche steigen stetig und auch natürliche Hindernisse, wie der Taifun Ende Juni, scheinen dem keinen Abbruch zu tun. Auf Macau werden weitere riesen Casinos aufgebaut, die mehr Platz und viele Angebote bieten, so dass die asiatische Bevölkerung weiterhin zum Glücksspielmekka Macau pilgern wird.

Jedoch gibt es auch hier ein Aber. Viele der Spieler können sich die Ausflüge nach Macau gar nicht leisten und leihen sich das Geld, um ihren Urlaub und das Glücksspiel finanzieren zu können. Damit die chinesischen Spieler dies finanzieren können, gibt es die sogenannten "Junket Operators", über welche die Urlaube der Chinesen in Macau finanziert werden. Die Gelder auf Pump fließen in das Glücksspielmekka und steigern die Gewinne.

Als Folge daraus gehen jedoch auch viele der Reiseunternehmen pleite, da die Spieler die ausgeliehenen Gelder nicht zurückzahlen können. Hier müssen in solchen fallen die Banken einschränken. Experten gehen davon aus, dass sich dies in Zukunft auch auf Macau niederschlagen wird, weil die Einnahmen der Branche vor Ort hauptsächlich durch geliehene Gelder finanziert werden.