Für die Weißrussen besteht seit Neustem das Recht, ihren Angehörigen das Glücksspiel im Casino auf gerichtlichem Weg zu verbieten. So kann der Vater für den Sohn ein Verbot einhandeln, ebenso wie der Onkel für den Neffen. Dies kann aufgrund von Spielsuchtgefahr erwirkt werden, aber auch ein immer größer werdender Konkurrenzdruck zwischen den Verwandten kann für viele Spieler in Weißrussland sicherlich ein Grund sein, um vor Gericht ein Verbot zu erwirken.

Gerichtliches Casinoverbot als Spielerschutz

Auch in Wei0russland stellt die Spielsucht für viele Menschen eine Gefahr dar. Wie auch hierzulande ist es den Spielern in Weißrussland möglich, sich selbst für Casinos sperren zu lassen. Wer der Sucht jedoch bereits verfallen ist, der kann sich in den meisten Fällen selbst gar nicht mehr sperren, da der Anreiz des Glücksspiels viel zu groß ist. Aus diesem Grund hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko einen entsprechenden Erlass unterzeichnet, durch den es den Verwandten eines Casinozockers möglich ist, den Spieler für Casinos und damit auch für Glücksspiele zu sperren.

Die Sperre für einen Casinozocker kann durch Angehörige vor Gericht erwirkt werden. Dem Beschluss zu Folge ist es möglich, dass ein Spieler hierdurch zwischen sechs Monate bis hin zu drei Jahre gesperrt werden kann. Auf diesem Weg ist es möglich, dass Familienangehörige mit Hilfe einer entsprechenden Sperre vor der Spielsucht schützen können. In vielen Fällen hat eine Spielsucht nicht nur Auswirkungen für den Spieler selber, sondern betrifft oftmals auch Familien und Freunde des Spielers. Durch die Möglichkeit der Sperre für einen Angehörigen kann der Familienzusammenhalt gestärkt und der betroffene Spieler langfristig geschützt werden.