Doch die Casinobetreiber scheinen die Rechnung ohne die Politik gemacht zu haben, denn die Regierung hat bereits im letzten Jahr entschieden, mit der Anti-Korruptions-Kampagne dem Glücksspiel und der Geldwäsche eine Kampfansage zu machen. Während die Politiker Erfolge verbuchen, fahren die Casinobetreiber enorme Verluste ein. Es ist bereits die Rede von Verlusten in Höhe von 100 Milliarden Dollar.

Der Kampf gegen Korruption und gegen Schwarzgeld in China scheint Wirkung zu zeigen, denn es gibt immer weniger Chinesen, die die Reise auf die Glücksspielhalbinsel Macau antreten. Auch die High Roller bleiben fern und ziehen es vor, weitere Reisen nach Las Vegas oder Singapur anzutreten. Folgen hat dies vor allem für die Betreiber der riesigen Casinos, die rund 100 Milliarden Dollar ihres Börsenwertes in den vergangenen zwei Jahren einbüßen mussten. Betreiber der großen Hotels und Casinos Wynn, Sands, Crown sowie SJM gehören zu den Unternehmen, die aufgrund der neuen Politik in Macau diese hohen Einbußen hinnehmen mussten.

Neues Konzept für Macau

Die Talfahrt der Casinos in Macau ist für die Milliardäre jedoch kein Grund, die Sachen zu packen und sich von der chinesischen Zockermetropole zurückzuziehen. Die Unternehmer haben beschlossen, das Konzept vor Ort zu verändern, um so entsprechend wieder Gewinn einzufahren. In Zukunft sollen in Macau mehr familienfreundliche Angebote in Macau präsentiert werden. Hierzu wollen die Unternehmer vor Ort sich zunehmend auf das Hotelbusiness konzentrieren und die Etablissements so familiengerecht wie möglich umgestalten. Ob dieses Konzept in Zukunft aufgehen wird und welche Attraktionen langfristig vor Ort angeboten werden bleibt noch abzuwarten.