Die Idee für das Mini-Las Vegas stammt von dem Amerikaner Sheldon Adelson. Als bevorzugte Standorte stehen Barcelona und Madrid zur Auswahl, vor deren Stadttoren das Glücksspielmekka in Zukunft einmal entstehen soll.

Nun kämpfen die Städte um das Bauvorhaben, denn es geht um hohe Summen, die investiert werden sollen und die die jeweiligen Städte für sich beanspruchen wollen. Dazu kommt, dass das Bauvorhaben eine Schaffung von rund 260.000 Arbeitsplätzen mit sich bringen soll.

Für Spanien bedeutet das Bauvorhaben eine große Sache, denn gerade in der heutigen Zeit, wo die Wirtschaftskriese vor allem auch in Spanien noch sehr präsent ist, könnte ein Projekt wie dieses dem Land Auftrieb bringen. Doch die Amerikaner haben Pläne die eingehalten werden sollen und die wiederum auch strenge Auflagen mit sich bringen.

Zu den Bedingungen der Amerikaner zählen Mitspracherechte bei Steuern, Arbeitsverträgen und Sozialabgaben, genau wie Veränderungen der Regulierungen in Bezug auf die Vorschriften, die gegen die Geldwäsche eingeführt wurden. Auch das Rauchverbot soll teilweise gelockert werden dürfen, so besagen es die Bedingungen.

Die Planung des Projekts Mini-Las Vegas sieht vor, dass insgesamt 12 Hotelkomplexe entstehen sollen, die insgesamt 36.000 Zimmer bieten werden. Spielcasinos sind etwa sechs geplant, die insgesamt 1065 Roulette-Tischen und 18 000 Spielautomaten beherbergen sollen. Weitere Highlights sollen Theater, Golfplätze und ein großes Stadion werden.

Der Name für das Glücksspielmekka in Spanien soll "Eurovegas" werden und insgesamt ist eine Investitionssumme in Höhe von 18 Milliarden Euro eingeplant. Fertig gestellt werden soll das Bauvorhaben bis zum Jahr 2022, wenn der Plan der Amerikaner aufgeht.

Sheldon Adelson, der Mann der hinter dem Projekt steht, ist ein 78 jährige Amerikaner, der bereits Erfahrungen im Bereich Glücksspiel hat. Er ist Betreiber mehrerer Casinos in Las Vegas, Macao und Singapur.

Adelson gehört laut Rangliste bereits jetzt zu den reichsten Männern der Welt und mit dem neuen Projekt in Spanien will der Amerikaner nun auch sein Einzugsgebiet auf Europa erweitern. Die Planungen seien zum jetzigen Zeitpunkt bereits zu 90 Prozent abgeschlossen und man wolle bereits im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen.

Die Städte befinden sich nun im Kampf um das Projekt und nachdem Delegationen aus den Städten in Las Vegas zum Casting waren, scheint derzeit die Hauptstadt Spaniens im Vorteil zu sein. Barcelona befinde sich mit dem Standort derzeit im Nachteil, da dieser sich in der Nähe des Flughafens befinden soll, wo die Bauherren keine Hochhäuser erbauen könnten, da dies die Sicherheit des Flugverkehrs gefährden könnte.

Der Vorteil Barcelonas wiederum ist ganz klar die Lage in unmittelbarer Nähe zum Meer und der damit verbundene florierende Tourismus vor Ort. Auch die Hauptstadt hat einen Nachteil in Bezug auf den Standort, da dieser sich in unmittelbarer Nähe zu der größten Müllkippe Spaniens befände. Dennoch gibt bei dem Madrider Standort natürlich auch ganz klare Vorteile, wie beispielsweise die guten Flugverbindungen in die ganze Welt.

Es ist kaum verwunderlich, dass es neben den Befürwortern des Projekts in Spanien auch jede Menge Gegner gibt. Zu diesen zählen beispielsweise Umweltschützer und andere Kritiker. Der Wiederstand dieser Gegner findet in Form des Zusammenschlusses zu der Organisation "Eurovegas No" statt.

Das Vorhaben werfe kein gutes Licht auf das Land und gleichzeitig sind verschiedene Projekte der Vergnügungsbranche in der Vergangenheit aufgrund von hohen Verlusten gescheitert, so Sprecher der "Eurovegas No" Bewegung.