Die Einwohner von Bezenye sind überrascht und neugierig. Bald ist es also soweit, in dem kleinen örtchen Bezenye, an der ungarischen Grenze, soll ein Casino-Komplex errichtet werden, der Las Vegas gleichsehen soll.

Hans Asamer, der Großinvestor und Vorstand dieses Projekts, will damit die ganze Region beleben und einzigartiges schaffen.

Vor 8 Jahren kaufte Hans Asamer den Bauern dieser Region 335 Hektar , zu einem Preis der diese staunen lies, in dem bisherigen Niemandsland ab. Der Boden sei wegen des Schotters landschaftlich nicht nutzbar und so bot sich ein Stückchen Land, das Hans Asamer zu nutzen wüßte.

Er hatte einen Traum, eine Vision von einem europäischen Las Vegas und von dieser Vision ließ sich auch der Immobilienhändler Alexander Finster mitreißen und schon schienen den Gedanken und Visionen keine Grenzen mehr gesetzt.

Nur die Investoren ließen nicht so ganz mit sich reden und so war es anfangs schwer von diesem Mega-Projekt mit Seminarhotel, Restaurants, Bars und Golfanlagen zu überzeugen.

Dazu stellte sich auch noch die die politische Ebene quer, ließ nicht locker und erhob Einspruch. Ein Verkehrschaos würde die Umsetzung dieses Projekts verursachen und eine hohe Feinstaubbelastung würde daraus resultieren.

Bereits im März 2009 starteten die Bauarbeiten, da jedoch noch keine ausdrückliche Genehmigung vorlag, mußten die Bauarbeiten wieder eingestellt werden. Die Frist für die Umweltvertäglichkeitsprüfung (UVP) war noch nicht abgelaufen, es hätte Einspruch gegen das ehrgeizige EuroVegas Projekt geben können.

Diese Frist sei jetzt verstrichen und so gebe es nun auch von Seiten der Grünen keine Einsprüche mehr.

Doch auch Umweltschützer und Tourismusplaner sind noch nicht von diesem Projekt überzeugt, obwohl das EuroVegas sicherlich den Tourismus in der Gegend fördern würde, sprengt es auch alle Dimensionen, die für die optische wie wirtschaftliche Entwicklung einer ländlichen Region vernünftig und verkraftbar erscheinen. Und auch wenn durch diesen Mega Komplex rund 4.000 Arbeitsplätze entsehen sollen, bestehen berechtigte Zweifel an der Wirtschafltichkeit eines solchen Projekts.

Selbst nach all den Wiedersprüchen und einigen gescheiterten Anläufen bleibt Hans Asamer dennoch hartnäckig. Der Rücken wird ihm nun letztendlich durch Hard Rock Investment gestärkt, die US -Amerikanische Hotel Gruppe soll er nun als Hauptinvestor gewonnen haben.

So scheint die Finanzierung endgültgig geklärt, doch mit 200 Millionen Euro wird erst ein Teil der benötigten Summe abgedeckt. Die Umsetzung des EuroVegas soll rund 500 Millionen Euro kosten. Dafür wird mit dem 335 großen Areal geklotzt und nicht gekleckert. Im Verlauf der zehnjährigen Bauzeit rechnet der Bauherr bereits mit Einnahmen in Höhe von insgesamt 2 Milliarden Euro.

Statt fünf sollen vorerst nur drei Kasinos errichtet werden. Das erste davon soll ein 24-stöckiges Luxushotel mit 316 Zimmern, 100 Spieltischen und einem Konferenzzentrum für 4000 Personen werden. In der ersten Projektphase, die bis 2012 vollendet sein soll, sollen 300 Hotelzimmer sowie Hallen mit unter anderem 1.500 Spielautomaten und 100 Spieltischen entstehen. Nach Vollendung der Gesamtinvestition wird es sogar 1.200 Hotelzimmer und Platz für 6.000 Spielautomaten geben.

Sollte das Unternhemen „EuroVegas“ wie geplant, ein Erfolg werden, so könnte das einen wahnsinnigen Aufschwung für diese Region bedeuten. Mit der geplanten Anbindung an die M 15 liegt EuroVegas nur einen Katzensprung von Bratislava oder Wien entfernt und so kann natürlich, davon ausgegangen werden, daß das EuroVegas nach seiner Fertigstellung bald zu einem mitteleuropäischen Poker-Zentrum mit internationalen Turnierveranstaltungen werden wird.