Die Steuern des Glücksspielmonopolisten belaufen sich auf circa 520 Milliarden Euro, die von Seiten des Unternehmens im Jahr 2015 an den Finanzminister abgeführt wurden. Einen Großteil dieser Steuern zahlt jedoch nicht das Unternehmen selbst, sondern diese Gelder sind Gelder der Steuerzahler, die diese abführen müssen oder eben von den Jackpots abgezogen werden.

Geschichte von Steuerzahlungen beim Glücksspiel:

– in 2008 wurde die Spielbankenabgabe von 48 Prozent auf 30 Prozent gesenkt

– größer werdender Konkurrenzdruck durch Glücksspielkonzern Novomatic in dieser Zeit

– EU-Kommission ging gegen das Monopol der Casinos Austria vor

– 12 Inlandscasinos waren trotz des Monopols in den roten Zahlen

– Casag ließ alle ihre politischen Verbindungen spielen

– ein Deal wurde ausgehandelt

Kein Regulator für das Gaming Business

In Österreich gibt es bisher noch keinen Regulator für das Gaming Business. In vielen anderen Ländern gibt es bereits unabhängige Glücksspielbehörden. Entsprechende Behörden sind dafür zuständig, den Markt und die Einhaltung des Spielerschutzes zu überwachen. Gerade in Österreich wäre eine solche Behörde allerdings besonders wichtig, denn das Finanzministerium steckt in einer groben Interessenskollision.

Zum einen ist das Ministerium für das Glücksspiel zuständig, gleichzeitig jedoch gilt die Behörde als Miteigentümer eines der bedeutendsten Unternehmen in Österreich. Auch wenn der Entwurf des Finanzministeriums für die Aufsicht bereits fertig ist, so wird diese weiterhin von der SPÖ blockiert.