Da die Betreiber vor Ort enorm mit den Regulierungen zu kämpfen haben, drohen nun die Folgen. Die ersten Betreiber, die Adria Gaming und die Allstar GmbH, haben nun bereits angekündigt sich komplett aus Südtirol zurückzuziehen. Mit dem Rückzug aus Südtirol ziehen die Betreiber sich jedoch nicht komplett vom Markt zurück, sondern verlegen die eigenen Standorte in Regionen mit leichteren Bedingungen, wie zum Beispiel Brescia und Verona. Als Folgen daraus drohen 115 Arbeitnehmern nun die Kündigungen und dem Land werden Steuereinnahmen in etwaiger Höhe von 80 Millionen Euro entgehen.

Als Eigentümer von der Allstar GmbH und von Allstar Gaming ist das niederösterreichische Glücksspielunternehmen Novomatic. Novomatic ist eines der größten Glücksspielunternehmen in ganz Europa. Die beiden Gesellschaften betreiben in Südtirol sowohl die Spielautomaten in Gastbetrieben, aber auch insgesamt acht Spielhallen mit Spielautomaten. Die Gesetzgebung, nach der die Spielhallen einen Mindestabstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen von 300m einhalten müssen, besteht bereits seit dem Jahr 2010.

Nun wurde die Gesetzgebung ausgeweitet und gilt heuer auch für Gastbetriebe. Für Südtirol bedeutet dies, dass fast alle Spielautomaten entfernt werden müssen. Als Frist zum übergang wurde ein Zeitraum von zwei Jahren festgelegt. Die Lizenzen für die Spielstätten würden demnach im Jahr 2015 verfallen.

Die Begeisterung der Betreiber in Südtirol hält sich in Grenzen. Hier wird darauf hingewiesen, dass es keinem zu Gute kommen würde, wenn die legalen Spielautomaten aus der Region verbannt werden, denn dies bedeute, dass mehr und mehr Spielautomaten illegal aufgestellt werden würden. Mit den illegalen Spielautomaten würde keine Regulierung möglich sein, was bedeutet auch die Spieler selbst würden in die Illegalität abdriften. Gleichzeitig würde dies auch Steuerverluste für die Stadt bedeuten.