Bisher haben nicht alle Bundesländer dem neuen Gesetz zugestimmt und auch von Seiten verschiedener Institutionen, wie beispielsweise der Kommission für Binnenmarkt und Dienstleistungen, wurden Bedenken geäußert.

Von Seiten der Kommission ist jetzt sogar ein Aktionsplan geplant, der bis zum Herbst dieses Jahres vorgelegt werden soll, so der Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleitungen, Michel Barnier. Mit Hilfe des Aktionsplans soll der weitere Verlauf des Online Glücksspiels geplant werden. Priorität soll hierbei die Bekämpfung des illegalen Online Glücksspielmarkts haben.

Daher werden sich die geplanten Aktionen vor allem auf die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Deutschland beziehen. Diese Bekämpfung wurde bisher eher vernachlässigt und die illegalen Angebote befanden sich in einer rechtlichen Grauzone. In Amerika hingegen, geht die Regierung bereits viel härter gegen das illegale Glücksspiel vor. An diesem Beispiel orientiert soll nun auch in Deutschland eine striktere Vorgehensweise angewendet werden. Nun werden Befürchtungen laut, dass in Zukunft viele Poker- und Online Glücksspiel Webseiten gesperrt werden könnten.

Der Aktionsplan der Kommission für Binnenmarkt und Dienstleistungen soll Maßnahmen beinhalten, die zur Sperrung illegaler Webseiten führen. Die Kommission machte deutlich, dass in der gesamten EU eine einheitliche Regelung in Bezug auf das Glücksspiel angestrebt werden sollte. Auch die Regelung der Lizensierung von Online Glücksspiel ist bei der Kommission im Gespräch und es müssten weitere Regelungen getroffen werden, so Barnier.

Die Prüfung von Glücksspiel Webseites ist bereits in vollem Gange. Aussagen zufolge wurden bereits illegale Websites gefunden, die nun einer überprüfung standhalten müssen. Insgesamt neun der überprüften Webseiten weisen illegale Angebote auf, 28 weitere Websites sollen noch überprüft werden.

Für die Glücksspielbranche könnten diese Pläne und Maßnahmen schwere Folgen mit sich bringen, da die Schließung der entsprechenden Webseiten die persönliche Freiheit der Betreiber eingrenzen würde.