Die Spielautomaten gelten als besondere Verlockung für Spieler, die dadurch relativ schnell ein krankhaftes Spielverhalten aufweisen. Studien zeigen auf, dass die Spielsucht oft an eben solchen Geldspielautomaten beginnt. Nicht nur die Anzahl der Spielhallen selber sei in Bayern um ein Drittel angewachsen, auch gibt es vermehrt aufgestellte Spielautomaten in Restaurants, Gaststätten und an Imbissbuden.

Bayern zählt in Deutschland zu den Bundesländern, in denen besonders viele Spielautomaten zu finden sind. Lediglich in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz sind noch mehr Spielautomaten zu finden. Die Flut an Spielautomaten in Bayern stellt bei dem 5. Bayerischen Fachkongress Glücksspielsucht eines der Hauptthemen dar. Hier soll die Entwicklung des Glücksspielmarkts mit all seinen Risiken und Gefahren näher beleuchtet werden.

Glücksspielautomaten stellen für viele Spieler eine große Gefahr da. Das Risiko liegt vor allem in dem Wunsch nach dem schnellen Geld. Die Spiele an den Geldspielautomaten dauern nicht lange und innerhalb weniger Minuten kann ein ansehnlicher Gewinn generiert werden. Für andere Glücksspiele benötigen Spieler viel mehr Geduld, wodurch die Automatenspiele für viele Menschen eine größere Gefahr darstellen. Viele Spieler denken, die Spielautomaten einschätzen zu können und demnach anhand der Zeit, in der kein Gewinn ausgeschüttet wurde, abschätzen zu können, wann ein großer Gewinn folgen wird. Doch das Glück an Spielautomaten ist nicht berechenbar, denn die Spielgeräte sind computergesteuert und die Spieler haben keinen Einfluss auf Gewinn oder Verlust.

In Bayern sollen Schätzungen zu Folge rund 28.000 Personen unter der Spielsucht leiden. Weitere 34.000 Spieler zeigen bereits ein krankhaftes Spielverhalten auf, so besagen es Umfragen und Studien. Die Spielsucht stellt eine große Gefahr dar, für Personen aus jeder Gesellschaftsschicht. Meist lenken sich Personen mit dem Spielen ab, da sie Probleme im Alltag haben.

Die Ablenkung jedoch kann sich gerade an den Geldspielgeräten schnell zur Sucht entwickeln. Von der Spielsucht sind generell mehr Männer betroffen, meist im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Studien zeigen auf, dass weniger Frauen spielsüchtig sind, allerdings entwickelt sich die Sucht bei den Frauen meist viel schneller. Frauen fangen generell erst später mit dem Spielen an und geraten schneller als Männer in die Abhängigkeit.