Dafür gibt es verschiedene Gründe:

– Casinos, Sportwetten und Online-Gaming erfreuen sich seit 2015 zunehmender Beliebtheit

– trotz rückläufigen Automatenspielangebots wurde erneut mehr Geld für Glücksspiele und Sportwetten ausgegeben

– Nettoerlöse der Branche stiegen 2015 um gut drei Prozent auf 1,551 Mrd. Euro

– Lotterien hielten sich relativ stabil

Glücksspielgesetz gescheitert?

Die aktuellen Zahlen und Vergleiche zeigen deutlich auf, dass der Sinn und Zweck hinter der Reform leider nicht erfüllt wurde. Während die Initiatoren hofften, dass das rigorose Verbot zu einer Abnahme der Glücksspiele führen würde, so stiegen die Zahlen im Bereich von Online Casinos und Sportwetten weiterhin an. Das Glücksspielgesetz wurde schon im Vorfeld einige Male geändert, jedoch bisher leider mit ausbleibendem Erfolg. Das Automatenverbot sorgte für Aufruhr, vor allem bei den Automatenaufstellern. Innerhalb der Branche scheint keiner zufrieden, dadurch wird der Wunsch nach einer komplett neuen Reform nun auch für Außenstehende immer verständlicher.

Gesetzgebung weist Lücken auf

Die Gesetzgebung in Bezug auf das Glücksspiel in Österreich weist einige Lücken auf. Während das Automatenspiel in den vergangenen Jahren boomte und entsprechende Verbote eingeführt wurden, gelten Sportwetten in Österreich nicht als Glücksspiel. Kein Wunder also, dass die Sportwetten sich immer größer werdender Beliebtheit erfreuen. Doch auch in Bezug auf das Automatenglücksspiel ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Das Verbot in Wien scheint wenig Erfolg gehabt zu haben, außer für die Spielbanken, denn hier wird seither das Automatenspiel vermehrt genutzt. Die Glücksspielnutzung der Zocker hat sich seit des Automatenverbots in Wien lediglich verschoben, ein Rückgang der Glücksspielnutzung ist bisher im Gesamtüberblick leider nicht zu bemerken.