Besonders in den vergangenen Jahren hat sich das Glücksspiel weiter entwickelt und das Einstiegsalter für Glücksspiel ist stetig gesunken. So kommt es dazu, dass immer mehr Jugendliche dem Glücksspiel verfallen, auch wenn das Glücksspiel gegen Echtgeld erst ab einem Alter von 18 Jahren gestattet ist.

Die Motivation der Minderjährigen ist nicht nur der Unterhaltungswert, sondern vielmehr auch die angekündigte Möglichkeit, schnell viel Geld zu verdienen. Bereits mit 13,5 Jahren wagen die Jugendlichen den Einstieg in die Glücksspielbranche und immer schneller entwickelt sich dieser Einstieg auch zur Spielsucht. Schätzungen zu Folge gibt es allein im Saarland mehr als 2000 Jugendliche, die mindestens einmal jährlich an Glücksspielen teilnehmen.

Die Falle kann sehr schnell zuschnappen, so sehen es auch Experten der Suchtberatung. Die Spiele im Internet werden zum Teil auch ohne Bezahlung angeboten. So gibt es auch für Jugendliche die Möglichkeit, sich mit den Spielen auf sozialen Netzwerken wie Facebook zu befassen. Was jedoch von außen wie ein unentgeltliches Spiel aussieht, kann sich schnell als Glücksspiel entpuppen.

Hier ist es bei den Social Games beispielsweise oft so, dass zusätzliche Gegenstände und Features gegen Geld gekauft werden können. Auch wenn das Spiel ohne Geld möglich ist, so sind die Spieler natürlich schon daran interessiert, sich selbst schnell zum eErfolg zu spielen und wer hier kein Geld investiert bleibt auf der Strecke. So ist das Konzept gerade für minderjährige Spieler sehr verlockend und das Glücksspiel übt auf diese indirekte Art und Weise einen besonderen Reiz auf die Jugendlichen aus.