Das Zusammentreffen der Länderchefs ergab provisorische Rahmenbedingungen in Bezug auf die neue Strukturierung des bundesdeutschen Markts in Sachen Glücksspiel.

Wenn diese Bedingungen nicht noch modifiziert werden, dann dürfte das Erlangen der Zulassung für Betreiber aus dem Privatbereich nicht mehr rentabel sein. Auch ist dieser Vertrag noch nicht von der EU abgesegnet, was keine juristische Sicherheit und keine Situation schafft, die länger halten wird.

Die relevanten Themen sind unter anderem die Zuteilung von maximal 20 Konzessionen für Sportwetten, die Besteuerung des Wetteinsatzes von 5 Prozent, welche nicht für den Wetterlös eines Buchmachers greift, sowie das Untersagen von virtuellen Casinos und Pokerspiel.

Dass auf das Wettvolumen Abgaben in Höhe von 5 Prozent zu entrichten sind und parallel dazu Casinospiele und Poker im Netz verboten sind, ist für einen Betreiber im Netz alles andere als rentabel. Diese Rahmenbedingungen können so interpretiert werden, dass die Länderchefs eine neue Strukturierung des Marktes durchaus befürworten, doch für die Mitbewerber aus dem Privatbereich soll diese nicht interessant sein.

Der Großteil der Ministerpräsidenten vertritt die Ansicht, dass die Europäische Kommission keinen Prozess gegen die Bundesrepublik auf den Weg bringen wird. Grund: Die Steuergelder des Landes sind das letzte Mittel zur Zahlung der staatlichen Verbindlichkeiten in Europa, die EZB ist hier ausgenommen.

Das Nordlicht Schleswig-Holstein hingegen hat es geschafft, ein Glücksspielgesetz auf die Beine zu stellen, das den Segen der EU hat. Es gibt kein Lizenzlimit, es erfolgt eine Besteuerung des Gewinns aus Wetten und nicht aus dem Volumen und Sportwetten, Casinos und Pokerspiele sind ebenfalls gestattet. Wenn diese Rahmenbedingungen Wirklichkeit werden sollten, was eher unwahrscheinlich ist, dann wird es auf dem Glücksspielmarkt das momentane Durcheinander nach wie vor geben.

Der Vertrag entspricht nicht den Richtlinien der EU und so kann es sein, dass sich wieder einmal juristische Instanzen gegen die Nutzung des Dokuments aussprechen. So haben Betreiber mit einer Lizenz außerhalb Deutschlands die Möglichkeit, Reklame zu machen und auch Dienstleistungen in Bundesrepublik anbieten.

Für "JAXX" hat dies zur Folge, dass es sich um eine Zulassung im Norden bemühen kann. Nach Ansicht von "Warburg Research" wäre es möglich, in der ganzen Bundesrepublik Reklame zu machen und Dienstleistungen im ganzen Land anzubieten, denn das neue Dokument käme hier nicht zur Geltung.

Davor würden wieder viele Beschwerden und Gegenbeschwerden eingereicht werden. "JAXX" profitiert davon, dass es eine Taktik hat, die im Netz ihre Grundlage hat und sowohl kombiniert als auch stationär angelegt ist. Die aktuellen Bedingungen würden es dem Unternehmen möglich machen, im stationären Umfeld rentable Gewinne zu machen.

Im Großen und Ganzen ist es unwahrscheinlich, dass diese Bedingungen zum Tragen kommen, die Gründe wurden bereit erläutert. Deshalb ist die Lage im Bereich der Sportwetten sowie der Casino- und Pokerspiele im Netz nach wie vor nicht klar und steht auf tönernen Füßen, was die Sicherheit anbelangt.

Auf dieser Grundlage verändert sich die "Halten"-Einstufung der Auswertungsfachleute von "Warburg Research" und das Kursziel in Höhe von 1,60 Euro in Bezug auf die Unternehmensanteile nicht.