Als öffentlich kann eine Lotterie oder Ausspielung dann bezeichnen, wenn sich die Teilnahme nicht auf einen bestimmten, fest abgeschlossenen Personenkreis bezieht. Eine Genehmigung ist nur dann nicht erforderlich, wenn eine Lotterie oder Ausspielung ohne Einsatz erfolgt, also wenn kein Geld zur Teilnahme an der Lotterie oder Ausspielung gezahlt werden muss.

Je nachdem welche Art von Lotterie oder Ausspielung angeboten wird, gibt es unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche für die entsprechenden Genehmigungen. Wenn eine Lotterie oder Ausspielung sich nur auf ein bestimmtes Gemeindegebiet bezieht und das Spielkapital nicht höher ist als maximal 40.000 Euro, dann ist die Gemeinde für die Genehmigung entsprechender Angebote zuständig. Sobald das Spielkapital über dem Betrag von 40.000 Euro liegt oder die Zielgruppe über das Gemeindegebiet hinaus geht, so ist die Regierung für die Genehmigung zuständig.

Voraussetzungen für das Glücksspielangebot

Das Angebot von Lotterien oder Ausspielungen muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um eine entsprechende Genehmigung erhalten zu können. So darf es in dem entsprechenden Gebiet nicht bereits ähnliche Angebote geben. Darüber hinaus muss der Veranstalter gemeinnützig sein und der Ertrag muss gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken zu Gute kommen. Mit den Lotterien und Ausspielungen dürfen keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgt werden. Ein angemessenes Verhältnis von Ertrag, Gewinnen und Unkosten gehört zur Voraussetzung für das Angebot von Lotterien und Ausspielungen.