Die Erträge des österreichischen Glücksspielsektors gehen zurück, hiervon ist besonders der Bereich der Spielautomaten betroffen.

Dies begründet man mit dem Angebot im Netz, neuen Anwendungen und den überprüfungen durch die Finanzpolizei. Das Unternehmen "Kreutzer, Fischer & Partner" veranlasste eine Studie, die ergab, dass das virtuelle Glücksspiel im Bereich der Spieleinsätze um rund dreieinhalb Prozent auf etwa 13 Milliarden Euro schrumpfte.

Der Ertrag des Sektors, sprich die Bruttospielerträge, ging um rund sieben Prozent auf etwa anderthalb Milliarden Euro zurück. Der Sektor des Automatenspiels hatte besonders zu leiden, er musste Verluste von neun Prozent hinnehmen, die der Casinobranche lagen um zwei Prozent höher.

Das Online Glücksspiel aber spürt hiervon gar nichts, im Gegenteil. Hier konnte man eine Steigerung der Bruttospielerträge um zwei Prozent auf über 90 Millionen Euro verzeichnen.

Die Studie hat ermittelt, dass diese Tendenz bis zum folgenden Jahr bestehen bleiben wird und die Verluste im Hinblick auf Spielstätten und Automaten weiter anhalten sollen. Im Bezug auf die komplette Glücksspielbranche rechnet man in diesem Jahr mit einem Rückgang der Einsätze beim Spiel um rund 13 Milliarden Euro.

Der Leiter des obengenannten Unternehmens begründet die schrumpfende Entwicklung des Glücksspielmarktes mit einer geringeren Auswahl an Automaten, der Konkurrenz und einer Füllung dieses Sektors.

Die überprüfungen durch die Polizei des Finanzministeriums sorgen nach Meinung deren Geschäftsführers dafür, dass es immer weniger Automaten gibt. Die Senkung des unrechtmäßigen Glücksspiels ist auch auf regionaler Ebene deutlich und die überprüfungen zeigen erste Erfolge.

Der Präsident des Automatenverbandes sieht besonders die Glücksspiele im Bereich der Smartphones als Risiko. Seiner Ansicht nach sind diese der Grund, warum die traditionellen Anbieter den Boden unter den Füßen verlieren.

Deshalb erachtet er eine passende Abgabenordnung für die Strukturierung des Marktes als sinnvoll.