Das Vergabeverfahren, welches durch das hessische Innenministerium durchgeführt wurde, stellte sich als besonders langwierig heraus und nun wurde durch das Innenministerium bekannt gegeben, dass der Glücksspielstaatsvertrag gescheitert sei. Mit dem veränderten Glücksspielgesetz sollte das illegale Sportwettenangebot eigentlich eingedämmt werden, das hessische Innenministerium jedoch machte nun deutlich, dass das Vorhaben auf dem bisher gegangenen Weg nicht erfolgreich sein könne.

Nach dem Eingeständnis des Hessischen Innenministeriums wird nun von Seiten des schleswig-holsteinische Glücksspielexperten Hans-Jörn Arp und dem FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki von dem Ministerpräsidenten Torsten Albig verlangt, das schleswig-holsteinische Glücksspielmodell auf den Rest des Landes auszuweiten und somit eine einheitliche, bundesweite Regulierung hervorzurufen.

Von Seiten des Innenministeriums wurde angegeben, dass die Begrenzung der auszugebenden Lizenzen auf 20 sich im Zuge des Vergabeverfahrens nun als besonders streitanfällig und langwierig herausgestellt habe. Durch die Länge des Vergabeverfahrens habe man dem Ziel die illegalen Sportwettenangebote einzudämmen entgegengewirkt, denn unterdessen seien noch mehr illegale Anbieter am Markt erschienen und hier werde keine Möglichkeit gesehen, an dieser Stelle gegen die illegalen Angebote effektiv vorgehen zu können, so hieß es von Seiten des Hessischen Innenministeriums.

Kein besserer Spielerschutz zu erreichen

So wie das hessische Innenministerium nun der Meinung ist, dass das Hauptziel durch die Umsetzung bisher nicht erfolgen konnte und auch nicht erfolgen wird, so sind sich auch Kubicki und Arp einer Meinung. Man hätte bereits im Vorfeld davor gewarnt, dass die Pläne der zahlenmäßig begrenzten Lizenzvergabe unrealistisch seien und dass die Vergabe auf diese Art und Weise unmöglich sei. Zudem sei eindeutig, dass der Glücksspielstaatsvertrag in dieser Weise das illegale Angebot nicht eindämmen könne, sondern wie jetzt bereits bemerkbar ist dieses eher noch fördere und damit in Deutschland kein Spielerschutz gewährt werden könne.

Die Warnungen wurden von Arp und Kubicki bereits im Vorfeld gegenüber dem Ministerpräsidenten ausgesprochen, doch dieser habe die Warnungen in den Wind geschlagen. Nun hoffen die Glücksspielexperten den Ministerpräsidenten doch noch umstimmen zu können, nachdem das Hessische Innenministerium das Scheitern bekundet hat. Arp und Kubicki setzen sich nun erneut dafür ein, dass das schleswig-holsteinische Modell bundesweit umgesetzt werden wird, denn dieses habe sich bereits bewährt, schützt nach Angaben der Männer die Spieler und sorgt gleichzeitig für Staatseinnahmen.