Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag wurden nicht nur die Sportwetten von privaten Anbietern reguliert, sondern auch Lottoangebote können durch private Anbieter präsentiert werden.

Die staatlichen Lotterien mussten bereits in der Vergangenheit Einbu?en beim Umsatz hinnehmen und nun kommen private Lottoanbieter auch noch als Konkurrenz für die staatlichen Anbieter hinzu. Die staatlichen Lotterien erhoffen sich nun, dass der Wettbewerb durch die neu hinzugekommenen Anbieter angekurbelt wird und dass die Umsätze dadurch gesteigert werden können.

Die Einheitliche Regulierung durch den Glücksspielstaatsvertrag hat bisher erst zu bestimmten Teilen geklappt. 13 der 16 Bundesländer haben der einheitlichen Regulierung zugestimmt. In Schleswig-Holstein ist immer noch das eigens verabschiedete Glücksspielgesetz aktiv, nach dem eine andere Regulierung in dem nordischen Bundesland umgesetzt wird.

Noch weitere zwei Bundesländer Deutschlands haben bisher nicht zu dem Glücksspielstaatsvertrag zugestimmt. Hier wird noch auf die Zustimmung gewartet, damit die einheitliche Regulierung auf lange Sicht in Deutschland umgesetzt werden kann.

Ursprünglich war es geplant, dass das Lottomonopol in Deutschland beibehalten werden sollte. Die EU-Kommission jedoch übte Druck auf die Ministerpräsidenten aus und so kam es nun, dass auch private Lottoanbieter von nun an das Recht haben, ihr Angebot in Deutschland zu präsentieren. Die Erlaubnis für private Sportwettenanbieter in Deutschland war bereits absehbar. Nun wurde festgelegt, dass insgesamt 20 Lizenzen für die privaten Wettanbieter herausgegeben werden. Diese Konzessionen sollen anfangs eine Gültigkeit von sieben Jahren erhalten.

Auch in Bezug auf die Besteuerung hat sich mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag einiges geändert. Für die Sportwetten wird ein Steuersatz in Höhe von fünf Prozent erhoben. Ein Verbot für Online Casinos und Online Poker bleibt in Deutschland weiterhin bestehen.

Ob der Glücksspielstaatsvertrag dabei helfen wird, dass die bundeseinheitliche Regulierung durchgesetzt wird und ob dieser au?erdem in der jetzigen Form bestehen bleibt, bleibt derzeit noch abzuwarten.