Besonders beliebt bei den Jugendlichen sind Spielautomaten, bei denen die jungen Erwachsenen einfach Zugriff erhalten können, da keine Kontrollen in den Gaststätten vorhanden sind. Die Spielautomaten werden laut Dyckmans vor allem von jungen Männern genutzt.

Dyckmans gibt jedoch gleichzeitig auch an, dass es auch eine positive Entwicklung im Bereich der Sucht zu vermerken ist. Sowohl die Drogensucht als auch die Alkoholsucht habe stark abgenommen und ist gerade auch bei Jugendlichen zurückgegangen. Offensichtlich sind die Maßnahmen, die in diesen Bereichen vorgenommen wurden, erfolgreich, denn so erklärt sich die Suchtbeauftragte den Rückgang der Drogensucht.

Alarmiert gibt sich Dyckmans in Bezug auf das exzessive und pathologische Spielen am Computer und dem Internetgebrauch. Offensichtlich ist hier vermehrt ein Suchtverhalten bei Jugendlichen zu erkennen. Besonders Jugendliche im Alter zwischen 14 und 24 sind abhängig vom Internet und insgesamt 1,4 Millionen Personen werden als problematische Internetnutzer bezeichnet.

Die Anzahl der jungen Männer, die an Spielautomaten spielen, hat sich im Laufe der Zeit sehr erhöht: während im Jahr 2009 nur 3,8 Prozent der jungen Männer an einem Spielautomaten spielten, waren es in 2011 6,8 Prozent. Auch die Anzahl weiblicher Spielerinnen an Geldautomaten verdoppelte sich. Besonders Personen, die wenig Geld verdienen oder arbeitslos sind werden von Spielautomaten angelockt und verfallen eher der Sucht.

Dyckmans geht davon aus, dass in Bälde eine neue Spielverordnung von Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums herausgegeben wird. Diese sollte beinhalten, dass die Anzahl der Spielautomaten in Gaststätten verringert wird und stärkere Kontrollen in Bezug auf den Jugendschutz vor Ort eingeführt werden sollen. Auch wurde über die Einführung einer Spielerkarte gesprochen, die verhindern soll, dass Spieler an mehreren Spielautomaten gleichzeitig spielen können.

In dem Bericht der Bundesregierung wird außerdem dargestellt, dass weniger Jugendliche von Tabak abhängig sind. Das bedeutet, dass sowohl Drogen als auch Zigaretten weniger von Jugendlichen angerührt werden und die Sucht daher stark zurückgeht. Auch die Alkoholsucht sei zurückgegangen, wobei das konsumieren von Alkohol bei Jugendlichen z wischen 18 und 25 Jahren immer noch sehr beliebt sei. Dies sei laut Dyckmans sehr bedauerlich.