Mit den Ergebnissen bestätigt sich ein Trend, der sich bereits in den vergangenen Jahren abzeichnete: die Glücksspielteilnahme in Deutschland ist insgesamt weiterhin rückläufig. Die Studie zur Verbreitung von Glücksspielen und damit assoziierten Problemen in Deutschland wird von Seiten der BZgA in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) alle zwei Jahre erhoben.

Ergebnisse im Überblick:

– 40,2 Prozent der Befragten nahmen in den letzten 12 Monaten an einem Glücksspiel teil (zuvor 37,3 Prozent)

– Teilnahme an LOTTO 6aus49 heute 22,7 Prozent (zuvor 25,2 Prozent)

– Abnahme des Spielens an Geldspielgeräten (2015: 2,6 Prozent, zuvor 3,7 Prozent)

– Teilnahme von Jugendlichen an gewerblichem Glücksspiel ist gesunken (2015: 14,6 Prozent, zuvor 15,8 Prozent)

– Zunahme der Teilnahme an illegalen Sportwetten bei unter 18- bis 20-jährigen Männern (2015:12,8 Prozent, zuvor 5,7 Prozent)

Drohende Gefahr der Spielsucht

In Verbindung mit dem Glücksspiel ist die Spielsucht schon immer ein Thema. Die aktuellen Studienergebnisse zeigen, dass vor allem junge Männer in Deutschland weiterhin gefährdet sind. Generell ist festzustellen, dass Männer häufiger von problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten betroffen sind als Frauen. Es betrifft nach den Auswertungen der Ergebnisse vor allem junge Männer unter 25 Jahren mit Migrationshintergrund, die über einen niedrigen Bildungsstatus verfügen. Besonders beliebt bei dieser Spielergruppe sind nach neustem Stand auch heute noch die Geldspielautomaten und die Sportwetten.